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Mittwoch, 4. Juli 2018

Dawanda goes Etsy

Wie Viele von Euch ja sicher schon erfahren haben, stellt Dawanda seinen Betrieb zum 30.08.2018 ein und teilte dies in einer schmalen Mail jüngst inkl. Shopkündigung allen Shopbetreibern mit.
Die Alternative ist neben etsy, amazon, ebay und anderen kleineren Betreibern der eigene Shop.

Für die Übergangsphase habe ich mich daher erst einmal für den Umzug zu etsy entschieden.
Den Shop findet Ihr also auf


Es wird erst einmal eine Testphase bis Weihnachten geben und danach sehen wir weiter. Denn es hat wie alles im Leben Vor- und Nachteile. Und da gilt es aufzuwiegen und genau hinzusehen ....

Freue mich Euch auf der Etsy-Seite dann wieder zu sehen....und für den persönlichen Besuch in meiner Werkstatt bleibt natürlich die Tür auch jederzeit geöffnet.


Dienstag, 19. Juni 2018

Vielleicht...

...ist es etwas untergegangen: die Papierwerkstatt hat ihre Website mal wieder ein wenig aufgehübscht.

Aus aktuellen Gründen (Datenschutzanforderungen etc.) war es notwendig geworden, hier mal wieder etwas anzupassen. Deshalb Vorhang auf für die neue kleine aber feine Seite der Papierwerkstatt...natürlich mit einigen neuen Bildern. ;-)

Hereinspaziert:

www.made-by-may.de

Mittwoch, 20. Dezember 2017

Frohes Fest

Bald ist es geschafft und Weihnachten steht vor der Tür. Die letzten Tage werden wie im Flug vergehen und deshalb nutze ich diesen ruhigen Moment, um allen ein ganz wunderbares und warmes, spannendes, überraschendes, leckeres und fröhliches Weihnachtsfest zu wünschen!🎄

Meinen Kunden danke ich für ein tolles vergangenes Jahr und freue mich im nächsten Jahr auf alles, was da so kommen möge!!!💖

Allen geliebten Menschen um mich herum wünsche ich ein tolles und hoffentlich immer gesundes neues Jahr und viele gemeinsame tolle Momente!!!👥🎉

In diesem Sinne verabschiede ich mich für dieses Jahr mit einem kleinen Eindruck vom Mini-Christbaum vor der Papierwerkstatt:


P.S. Wer noch Last-Minute-Geschenke braucht kann gerne jederzeit noch hereinschneien.....ich bin jetzt und auch zwischen den Jahren jederzeit vorhanden!!!

Merry Christmas!


Sonntag, 8. Oktober 2017

Affenknoten überall

Wer noch meine Beutelbücher (diese spezielle Form der mittelalterlichen Bücher) im Kopf hat, der kann sich wohl auch noch recht gut an die kunstvolle Endausarbeitung der Beutel erinnern: der so genannte Affenknoten oder die Affenfaust!

Bei meinem jüngsten Ausflug in nördliche Gefilde, ist mir eben jener Affenknoten in einer ganz anderen Erscheinungsform über den Weg gelaufen und wurde sofort ins heimische Domizil geschleppt.
Wer ihn je selbst versucht hat, weiß, dass er vor allem Knoten in den Gehirnwindungen verursacht. Es ist eine komplizierte Geschichte....deswegen freue ich mich umso mehr über den neuen Affenknoten in meinem Zuhause...und als Türstopper ist er ein echter Hingucker! ;-)


Montag, 7. September 2015

Newspaper

Ein Freund war in Shanghai und hat mir diese wunderbaren Zeitungen mitgebracht. Ich nehme an, es sind die aktuellen Tageszeitungen. Faszinierend ist, einfach eine solche  Zeitung aufzuschlagen, und unser Gehirn sieht in den wundervollen Schriftzeichen eigentlich nur Bilder. Kein einziger vertrauter Buchstabe ist dort zu finden und egal, welche Meldungen dort stehen, man steht staunend und nichtsahnend davor und sieht nur die Schönheit der Zeichen.

Heute werde ich mir überlegen, ob Buchbezüge oder Schachteln daraus entstehen. Ich lasse mich inspirieren...


Freitag, 5. April 2013

Kunst Kunst Kunst... und ein bisschen Wasser

Unverhofft und spontan ist doch immer am Besten.
Und so bekam ich gestern ganz spontan die Gelegenheit am Wannsee in Berlin die ehemalige Villa des Malers Max Liebermann zu besuchen.

Die Villa und der von ihm angelegte Garten sind heute fast wieder im Originalzustand und man kann dort wechselnde Ausstellungen und einen wundervollen Blick auf den Wannsee genießen.
Bereits letztes Jahr habe ich das Buch über Max Liebermann "Wir sind die Liebermanns" gelesen und nun konnte ich mein Bild gestern vervollständigen.

Natürlich ist der Garten noch im Winterschlaf, aber man kann einerseits erahnen, wie er im Frühling und Sommer aussehen wird, zum anderen gibt es viele Bilder und computerbasierte Vorführungen im Haus mit weiteren Fotos.
Im innenliegenden Café kann man die Eindrücke mit Blick auf den Wannsee dann wunderbar sacken lassen.
Ich habe aber beschlossen: ich muss da bei  voller Blütenpracht nochmal hin!!!

Mehr Infos gibt es dazu hier:
Website der Villa:
http://www.liebermann-villa.de/start.html

facebook-Seite der Villa:
http://www.facebook.com/pages/Liebermann-Villa/154449271252605?ref=ts&fref=ts

Buch zu Max Liebermann:
http://www.thalia.de/shop/tha_homestartseite/suche/;jsessionid=7FEF2D0F19F74DCFA62C728A297E08B6.tc4p?sq=wir+sind+die+liebermanns&sswg=ANY&timestamp=1365169060979

Und hier ein paar Impressionen:



Donnerstag, 17. Januar 2013

AFFENKNOTEN

oder auch "Affenfaust" genannt, ist der Knoten, der als oberer Abschluss früherer Beutelbücher gebunden wurde. Diese Bücher wurden hängend am Gürtel getragen, um immer griffbereit zu sein und dass das kostbare Buch nicht abhanden kam. Um ein Herausrutschen am Gürtel zu verhindern kam in späteren Jahren irgendwann der so genannte "Affenknoten" hinzu. Er wurde meist aus Leder geknüpft und mitunter diente innen eine Kastanie dazu, den Knoten schön rund und voluminös zu machen.
Kletterer und Segler kennen diesen Knoten ebenfalls, denn man kann ihn gut dazu verwenden ein Tauende zum Werfen zu beschweren.
Und so habe ich gestern aus einer Kordel einen solchen Affenknoten hergestellt und natürlich mit einer Kastanie gefüllt. Das ist auf dem kleinen Bild unten rechts zu erkennen.
Der Ring kam in späteren Jahren als Aufhängvorrichtung für Beutelbücher hinzu. Beim nächsten Affenknoten wird er dann noch mit hineingeknüpft.

Heute werde ich nun versuchen den Knoten in meinem Gehirn wieder zu entwirren, dafür gibt es für Euch die Bilder:


Freitag, 18. Mai 2012

Slow reading

Dieser "Bewegung" gehöre ich wohl seit heute an. Glückliche Neubesitzerin eines schön längst nur noch antiquarisch zu erstehenden Buches, musste ich feststellen, daß hier mit schnell mal reinlesen wohl nix is!

Nachdem ich das Buch aufgeschlagen habe, habe ich nämlich gesehen, dass es in deutscher Schrift gedruckt wurde. Nun kann ich es natürlich schon lesen, aber so mal eine Seite querlesen geht gar nicht. Es strengt anfangs richtig an.....nach einer halben Stunde habe ich mich dann eingelesen, aber es bleibt einfach ein hochkonzentriertes Lesen. Auch, wenn der Inhalt des Buches das wieder wett macht.

Trotzdem liebe ich diese alten Fachbücher, denn sie berichten doch von einer Zeit, in der ein Buch eben weitaus mehr war, als nur ein Massenartikel, der nach Gebrauch auch mal achtlos entsorgt wird.


Donnerstag, 3. Mai 2012

PAPIER

Ein kleiner Einblick, womit ich seit 2 Tagen meine freien Minuten fülle? Mit einer der wohl interessantesten Lektüren, die mir seit langer Zeit in die Hände gefallen ist:

Weiße Magie, Die Epoche des Papiers von Lothar Müller (ISBN-13: 978-3446239111)

 Christian vom Notizbuchblog hatte Mitte April bereits eine Rezension darüber geschrieben und ich habe diese zwar gelesen, dann aber wieder irgendwo ganz hinten im Gedächtnis vergraben. Und am Wochenende fiel mir dann erneut im Buchhaus ein Exemplar in die Hände.Reingelesen, mitgenommen.
Und ich bin begeistert. Die Kulturgeschichte des Papiers in absolut lesenswerter und informativer Form. Nicht immer zum schnell mal reinlesen, denn es erfordert schon, daß man sich konzentriert darauf einlässt, aber anspruchsvoll und hintergründig.

Falls es interessiert, es ist z.B. hier erhältlich: amazon oder Thalia oder in der örtlichen Buchhandlung sicherlich auch. Für alle, die die Zusammenhänge dieser Welt unter dem Gesichtspunkt des Papiers interessieren eine wunderbare Lektüre.
Ich werde die Tasse auf dem Bild jetzt wieder füllen und erneut schmökern....


Donnerstag, 1. März 2012

EINBLICK

Wollt Ihr mal einen kleinen Blick durch das Schlüsselloch einer französischen Buchbinderei werfen?
Dann könnt Ihr Euch den Film mal heimlich still und leise ansehen!
Es ist eine Buchbinderei in Lyon und ich bin wieder mal neidisch auf den riiiiieeesigen Filetenschrank!
Aber seht selbst:


Ich geh jetzt meinen bescheidenen Filetenbestand hätscheln! ;-))

Donnerstag, 21. Juli 2011

Baldige Genesung und Neuigkeiten

Es ist Aufatmen angesagt. Unser "Patient" wird in gut einer Woche zuhause zurück erwartet, vollständig genesen. Und bringt auch noch einen Zwillingsbruder mit, damit sowas nicht nochmal passiert. Danke für die vielen Genesungswünsche - hat anscheinend geholfen! ;-)

Da ich ja schaffenstechnisch etwas aufs Abstellgleis geschoben wurde, habe ich mich gestern dann mit der Fertigung von Kaffeefilerbüchern über Wasser gehalten. Zwei davon sind auch schon mal in den "Shop" eingezogen. Es sind momentan die große Größe und die Nächstkleinere. Alle anderen folgen dann in Kürze.
Wer also etwas Witziges für alle "Kaffeetanten" sucht, kann ja mal reinschauen.

Der Rest kuckt hier:





Und vor einigen Tagen bereits hat mich unser geschätzer Blogkollege und Schriftsetzer/Drucker Martin Z. Schröder gebeten, das geneigte und interessierte Publikum auf das Bleisatzmagazin-Rheinland aufmerksam zu machen, dessen Shop er mitbetreut.

Hier ein Auszug aus dem aktuellen Newsletter für alle Interessierten:

Verehrte Kollegen und Interessenten, wir stellen neue Artikel vor und in den Shop, die nachstehend aufgeführten sind jetzt online zu haben:

Holschrift 12 cic schmalfett, Versal X fehlt:
http://bleisatzmagazin-rheinland.de/index.php/artikeldetail/items/3033

Golschnittrolle mit Zubehör:
http://bleisatzmagazin-rheinland.de/index.php/artikeldetail/items/21001

Vergoldeklotzpresse:
http://bleisatzmagazin-rheinland.de/index.php/artikeldetail/items/21002

Goldschnittgrund:
http://bleisatzmagazin-rheinland.de/index.php/artikeldetail/items/21004

Goldschnittfolie silber:
http://bleisatzmagazin-rheinland.de/index.php/artikeldetail/items/21005

Goldschnittfolie gold:
http://bleisatzmagazin-rheinland.de/index.php/artikeldetail/items/21006

Handbuchpresse:
http://bleisatzmagazin-rheinland.de/index.php/artikeldetail/items/21003

Linienfiletenset 4p
http://bleisatzmagazin-rheinland.de/index.php/artikeldetail/items/21007

Linienfiletenset 2p
http://bleisatzmagazin-rheinland.de/index.php/artikeldetail/items/21008
Herzlichen Dank für die Info, lieber Martin.


Montag, 18. Juli 2011

Schloss und "Alte Mine"

Wer demnächst in die Kinos rennt, um mit dem Nachwuchs "Hanni und Nanni" zu sehen, der sieht auch gleichzeitig das (denn es dient als Kulisse), was gestern Bestandteil unseres "Kultursonntags" war: das Schloss Faber-Castell in Stein bei Nürnberg.
Quasi direkt vor meiner Haustür ist dieses Weltunternehmen und den dazu gehörigen Produktionsstätten. Und aus Anlass des 250-jährigen Bestehens wird momentan das Schloss und das Museum "Alte Mine" mit vielen Zusatzterminen gezeigt. Produktionsstätten früher und heute.
Noch immer werden hier in Stein Bleistifte gefertigt, und wer möchte kann im angrenzenden Gärtnerhaus des Anwesens im Fabrikverkauf auch einige "Schätze" käuflich erwerben.


Und wie Ihr sehen könnt, war es uns mal wieder ebenfalls unmöglich zu widerstehen...

Schön fand ich die Idee den Klassiker unter den Bleistiften, den Faber-Castell 9000 (den "Grünen") mit auf die Eintrittskarte zu packen.


Übrigens ist die Startseite des Faber-Castell Jubiläums sehr schön gemacht und sehr sehenswert. Schaut mal hier rein!
So, ich werde jetzt meine Schätze, vor allem die guten Polychromos einräumen und mich drüber freuen.
Falls es am Sonntag wieder mal regnet, so wie gestern, dann lohnt sich so ein Besuch alle mal. Eben ein Stück Kulturgeschichte "Made in Germany" und nicht irgendwo im Fernen Osten. Soll es ja hin und wieder noch geben....

So, und nun ab in die Werkstatt, demnächst soll es ja wieder mal was von mir zu sehen geben!!!!

Donnerstag, 26. Mai 2011

EinPRÄGsam

Im wahrsten Sinne des Wortes einprägsam war der gestrige Tag für mich.
Mein Blog hat ja bereits die eine oder andere "Brücke" zu überaus liebenswerten, kreativen und kennenlernenswerten Menschen geschlagen. Und darunter befindet sich auch eindeutig eine weitere Papierseele, Christine die Papier-Frau.
Wir haben uns bereits vor einigen Tagen verabredet zum gemeinsamen Prägen. Und gestern war es dann in ihrer Werkstatt (um die ich sie übrigens heiß und innig beneide) soweit!
Nach einem idyllischen Frühstück in der Altstadt ging es los: Heizplatte an, Gold- und Silberfolie raus und Handschriftkasten bestückt!



Es hat wahnsinnig Spaß gemacht und ich denke das eine oder andere Werk kann jedem Vergleich stand halten. (gut, auf diesem Bild vielleicht noch nicht, aber danach auf jeden Fall! ,-))
Wunderschön fand ich auch, was man mit den diversen Fileten für Kunstwerke zaubern kann.
Fileten sind (meist) bogenförmige Prägestempel für die Hand aus Messing.
Hier könnt ihr einige sehen.



Schwieriger war da schon das konzentrierte Ziehen einer geraden Linie mittels Rolle.  Man macht sich vielleicht auch erst beim Ausüben einer solchen Tätigkeit Gedanken darüber, was für eine große Kunstfertigkeit die alten Meister an den Tag gelegt haben, um den einen oder anderen Prachteinband herzustellen. Wieviel Zeit und Mühen doch solch eine Buchdeckengestaltung gekostet hat. Und leider wird sie manchmal achtlos übergangen.



Es war jedenfalls für mich ein Tag, auf den ich mich richtig gefreut hatte und der lustig, lehrreich und wunderschön war.
Liebe Christine, vielen vielen Dank für den Tag! Das werden wir sicher nochmal wiederholen. Vielleicht suchen wir uns dann wieder etwas ganz Neues aus.



Vielleicht findet Ihr ja auf dem Blog von Papier-Frau auch demnächst einen kleinen Eintrag über den Tag, aber auch sonst ist er sehr sehr lesenswert. Schaut mal rein!

Mittwoch, 27. April 2011

Raubzugsbeute

Die Beute aus einem immer mal stattfindenden Raubzug im großen Internetauktionshaus kam heute per freundlichem Postboten bei mir an. Sich selbst Geschenke machen ist eben auch schön....denn, woher soll der Buchbinderosterhase denn sonst wissen, was ich im Nestchen haben will?!
Jedenfalls habe ich mir einen Handschriftkasten ersteigert. Ich würde nämlich sehr sehr gerne meine Bücher auch beprägen.
Also musste so ein Handschriftkasten her...nur bin ich nun noch etwas ratlos. Ist er vollständig? Fehlt etwas? Wie spannt man die Schrift ein?
Woher bekomme ich die passende Schrift? Wie heiß muss er für die Folie sein? Augenscheinlich wußte der Vorbesitzer und -nutzer dies ja auch nicht so richtig, sonst wär nicht der halbe Griff verkohlt.
Also benötige ich sachdienliche Hinweise....alles wissenswerte ist hiermit zur Fahnung ausgeschrieben. Zeugen bitte melden!!!


Montag, 18. April 2011

Gutenberg-Museum Buchbinderabteilung

Ich hatte es Euch ja schon versprochen: es gibt natürlich noch vom Museum selbst etwas zu berichten. Es ist ja nicht nur ein Museum der Druckkunst und -geschichte, sondern beherbergt auch eine Abteilung der Deutschen Buchbindermuseums e.V.
Im obersten Stock kann man dann sehen, wie Pergament hergestellt wurde (wußtet Ihr, daß für eine mittelalterliche Bibel ca. 300 Kühe ihre Haut lassen mussten für das nötige Pergament?), wie man früher die Tuschen und Tinten selbst herstellte und natürlich auch, wie die Bücher selbst entstanden. Eine kleine Werkstatt ist ebenso vorhanden, wie alle zugehörigen Maschinen und Geräte.

Erst einmal aber noch ein etwas unscharfes Foto der Gutenbergschen "Wundermaschine":


Aber nun zur Buchbinderabteilung:



Sieht fast so aus, wie meine Heftlade....das neben dem Arbeitstisch ist übrigens ein Leimbecken. Links auf dem Bild ein Leimkochtopf.
Ich hätte mich sofort am liebsten an den Tisch gesetzt und angefangen zu binden.



Es gab natürlich auch sehr viel Anschauungsmaterial zu den diversen Techniken der Buchbindekunst.

Und: Christine, kuck mal, kommt Dir der bekannt vor? Ein Schrank voller Prägefileten, wohlweißlich unter Plexiglas geschützt, denn sonst wären wohl schon längst nicht mehr viele vorhanden. Da bekommt man schon mal "Pipi in den Augen" und schickt einen Seufzer in den Buchbinderhimmel. Das hätte man schließlich auch gerne. ;-))


Insgesamt war das Museum super sehenswert....ich kann es nur empfehlen. Aber zeit nehmen und wenn es geht an Grußen dran hängen, denn z.B. für die Gutenbergsche Druckmaschine gibt es extra Druckvorführungen und die sind sehr informativ...man darf sogar mal selbst ran, wenn man mutig ist und vorher genügend Spinat gegessen hat.

Prädikat wertvoll würde ich sagen!

Donnerstag, 14. April 2011

Mainz Gutenbergmuseum

Diese Woche waren mein Nordmännchen und ich für 2 Tage in Mainz. Anlass war der Besuch des Gutenberg-Museums (die Bayern möchten hier bitte unterscheiden, es geht um Gutenberg, den "Wegbereiter der Buchdruckkunst" und nicht um ähnlich klingende Namensvetter, die früher einmal politisch tätig waren).




Auslöser dafür war eigentlich meine freundschaftlichst verbundene Schriftsetzer- und Papierseele Helmut Bohlmann vom Museum der Arbeit in Hamburg, der mir vor einiger Zeit von einer vorher in eben demselben Museum gezeigte Ausstellung erzählte. Unter dem Namen "ZWIEBELFISCHE - Jimmy Ernst, Glückstadt - New York" geht es im wesentlichen einerseits um die Lebensgeschichte von Jimmy Ernst, den Sohn von Max Ernst, der in Glückstadt eine Ausbildung zum Schriftsetzer absolvierte und anschließend im politisch aufgeheizten und antisemitischen Deutschen Reich keine Möglichkeit mehr für ein Weiterleben sah und nach Amerika auswanderte, und andererseits um die Fremdsprachendruckerei Augustin aus Glückstadt, die nicht nur Lehrherr war, sondern einen absoluten Sonderstatus innehatte. Eine Druckerei, die in den exotischsten Sprachen drucken konnte und über die Grenzen Glückstadts hinaus einen einzigartigen Ruf innehatte. 
Irgendwann ist sie in einen Dornröschenschlaf gefallen und schlummert mit ihren Schätzen an fremdspachigen Lettern noch heute vor sich hin - fast so, als wären die Drucker und Schriftsetzer nur für einen Moment aus dem Gebäude gegangen, und kämen im nächsten Moment zurück.

Aus eben jener Druckerei stammt der einzigartige chinesische Zirkel. (der Link führt zu einem Artikel im Hamburger Abendblatt, auf dem der Zirkel im Benutzungszustand zu sehen ist.)
Und ein Exemplar steht nun nach Ablauf der Ausstellung in Hamburg bis September diesen Jahres in Mainz im Gutenberg-Museum.

Und so sieht er hier und heute aus:




Soweit ein Eindruck der Sonderausstellung. Was es sonst noch zu sehen gab, werde ich dieser Tage berichten.

Donnerstag, 10. März 2011

Eigentlich...

...war ich heute voller Tatendrang. Ich hatte mir schon mein ganzes Werkzeugrepertoire parat gelegt und wollte gerade anfangen Pappen zuzuschneiden, als es klingelte!

Und da stand dann mein Postbote mit einem echten Schätzchen - ach was, ein wahrer Schatz!!!
Da es ja leider gute Handbücher im buchbinderischen Bereich aktuell fast ausschließlich nur noch antiquarisch gibt, habe ich Deutschlands Antiquariate durchforstet. Und ich bin fündig geworden:
DAS Fachbuch für den Buchbinder schlechthin liegt nun zu einem horrenden Preis erstanden vor mir.
In D-Mark darf man sich das eigentlich gar nicht mehr umrechnen, dann braucht man Riechsalz oder Hochprozentiges.

Aber nun ist es MEIN und ich werde wohl meine Werkzeuge für heute wieder aufräumen und meine Nase in das Buch stecken. Das ist wohl höhere Gewalt!
Wünsche Euch allen einen schönen Tag - trotz Regen!
Lesewetter ;-))

Dienstag, 22. Februar 2011

Buchblock und Falzbein

Nun hat mich also die alljährliche Erkältungswelle doch noch erwischt! Obwohl ich versucht habe, mich hinter meiner Heftlade zu verstecken, hat sie mich gefunden und sich gemütlich bei mir eingenistet.
Meine begonnene Produktion von Buchblöcken fand im regen Wechsel mit dem Griff zur Tatü-box statt. Ich hatte irgendwann schon Angst, einige Papiertaschentücher mit in die Buchblöcke einzuheften.
Aber seit heute scheint es etwas besser zu werden...und so kann ich Euch wenigstens die Schaffensbilder vom Wochenende zeigen:





Und auch fast rechtzeitig zur Erkältung kam meine antiquarische Lieferung des 1. Jahrgangs der Buchbinderlehrlingszeitschrift aus den 40/50er- Jahren, "Das Falzbein". Schön gebunden (wahrscheinlich eine Lehrlingsfleißaufgabe) und total informativ. Andere lesen Romane, ich stöbere in Fachliteratur - na, wenn man dabei nicht gesund wird, dann weiß ich nix mehr!



In diesem Sinne, allen Miterkrankten ein fröhliches "Hatschi"!!!

Montag, 31. Januar 2011

Paperworld 2011

Am vergangenen Samstag war ich ja -wie bereits angekündigt - auf der Paperworld 2011 in Frankfurt. Es ist DIE Fachmesse für Papier und allem Drum und Dran und Drumherum. Vorrangig wollte ich meine Kontakte zu den italienischen Papierherstellern festigen und sehen, was es Neues gibt.
Ich war total erschlagen von vielen Dingen und Ständen mit Glitzerkram und poppig buntem Zeugs. Also, wenn der Trend zu allem schrillen, lauten und buntem gehen sollte, dann bin ich echt verloren. Das ist ja so gar nicht meine Welt. Aber derjenige, der auf Kurzlebiges aus Fernost stehen sollte, kommt sicher auf seine Kosten.
Sehr interessant fand ich einen Ministand mit einem chinesischen Kalligraphen, der den eigenen Vornamen in Lautsilben ins Chinesische übersetzte und das vor den eigenen Augen auf ein Lesezeichen gebannt hat. Das waren die kleinen Schätze der Messe.
Leider waren sehr wenige ausgefallene Papierhersteller dabei. Ich habe meinem geliebten Gmunder Papier (Bierpapier etc.) einen Besuch abgestattet und meiner Lieblingsmarke für die besten Zeichenmaterialien Faber-Castell, die ich glücklicherweise hier direkt vor der Haustür habe. Es war auch mit Abstand der schönste Stand. Zum diesjährigen Jubiläum wurden Glückwünsche (handschriftlich) von vielen großen Namen ausgestellt: Christopher Lee, Simon LeBon (Duran Duran-falls die noch jemand kennen sollte...schmacht) usw. Das war toll gemacht.
Aber nachdem man sich dann irgendwann nachmittags die Füße abgelaufen hat, ist man auch da froh, wieder die Heimreise antreten zu können....

War noch jemand auf der Paperworld? Wie hat es Euch gefallen (sie geht ja noch bis Dienstag.)?

Montag, 17. Januar 2011

Gerührt am Morgen

Als ich heute morgen -wie jeden Tag morgens als erstes- meinen Blog geöffnet und meine Blogliste durchgegangen bin, habe ich einen  Artikel gefunden, der mir doch sehr vertraut war. Martin Z. Schröder ein Drucker aus Berlin hat in seinem von mir so geschätzten Blog über ein kleines aber feines Werk aus meiner Werkstatt berichtet.
Martin Z. Schröder ist ein echter "Schweizerdegen", also Schriftsetzer und Drucker in einer Person und macht ganz wunderbare Dinge. Es lohnt sich ungemein in seinen Blog zu sehen und mehr über seine Arbeiten zu erfahren.
Vielen Dank, lieber Martin, für den Beitrag - es hat mich den Tag heute fröhlich beginnen lassen.