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Montag, 25. Mai 2026

Papierwerkstatt goes Art

 Eine meiner fast schon verschütteten Leidenschaften neben Drucktechnik ist nun in den letzten Wochen wieder an die Oberfläche geholt worden: die Malerei.

Es ist eben doch etwas anderes nicht so präzise auf den Millimeter arbeiten zu müssen, sondern einfach dem Pinsel und der Hand freies Spiel zu lassen. Ein bisschen eingerostet fühlt es sich noch an, aber es wird von Pinselstrich zu Pinselstrich wieder freier und leichter....und es macht einfach nur Spaß!

Die Bilder sind nun auch in der Papierwerkstatt zu sehen und finden hoffentlich auch ein neues Zuhause....
 

Montag, 25. Juni 2018

Marktnachlese

Vorletztes Wochenende fand der Kunsthandwerkermarkt "ausgezeichnet-ausgefallen" erneut in Forchheim statt. Rund um die Kaiserpfalz und innerhalb des historischen Gebäudes fanden sich über 80 Kunsthandwerker und unzählige Besucher und Interessierte zusammen.

Für mich ist es eigentlich jedes Jahr der schönste Markt, bei dem ich meine Papierarbeiten ausstellen und verkaufen darf. Auch dieses Jahr waren viel alte und neue Gesichter da und ich hab so viele neue nette Begegnungen zu verzeichnen gewusst. Es war ein wunderbares Wochenende!

Danke an alle, die da waren. Ihr habt es zu einem Erlebnis gemacht - erneut!


Montag, 24. Oktober 2016

Buchbindermesse Köln 2016

Ein Highlight des Jahres ist für alle Papierseelen eindeutig die BuchbinderMesse in Köln jedes Jahr.

Unendlich schöne Papiere, Leder in Hülle und Fülle, Buchbinderwerkzeuge und lauter Papierverrückte! ;-) Ich konnte mich dieses Mal beim Papier glücklicherweise zurückhalten, denn der Vorrat ist noch groß genug. Lediglich einige Helferleinwerkzeuge, Buchbinderleim, Heftnadeln, Heftgarne und diverses Kleinmaterial MUSSTE mit!

Nun sind die Vorräte wieder gefüllt. Es war schön, auch den einen oder anderen liebgewordenen Freund endlich mal wieder zu sehen...auch dafür ist dieser Anlass wie geschaffen. Es ist eben wie ein großes Klassentreffen...einmal im Jahr!

Nun muss ich die Schätze erstmal verstauen und mich unendlich dran erfreuen....;-)

Montag, 8. Dezember 2014

Weihnachten für die Werkstatt II

Und gleich nochmal gab es eine Weihnachtsüberraschung für die Werkstatt. Nein, sie war nicht in der kleinen Tüte....sie hängt vielmehr an der Wand.
Und sie beherbergt nun endlich all die gehorteten Schätze! Geprägte und handgeschöpfte Papiere, Marmorpapier, Vorstzapapiere und tolle Asia-Papiere.....endlich sauber geordnet und sichtbar.
Endlich ist dadurch die nackte weiße Wand etwas behaglicher geworden, vor allem aber bunter! ich freue mich so sehr über das neue tolle Regal, daß mir mein privater Nikolaus (Nordmännchen) am Wochenende gebaut hat:


Ach ja und die Markteinladung für den wunderbaren Forchheimer Kunsthandwerkermarkt "ausgefallen - ausgezeichnet" am 13. und 14.Juni 2015 im und um das Pfalzmuseum Forchheim kam auch ins Haus geflattert. Das wird wieder sehr sehr schön. Also schon mal vormerken. Die Auflistung der Markttermine erfolgt dann bald auch am rechten Blogrand in komprimierter Form.

Mittwoch, 20. März 2013

Schatten

wirft ein Mittelaltermarkt langsam voraus. So langsam werden ein paar mittelalterliche Büchlein fertig. Die Beutelbücher habe ich ja bereits gezeigt. Nun folgen noch einige andere Bücher und Kleinzeug speziell für den Markt im Mai.
Das mittelalterliche Outfit ist auch schon da. Kleid und Haube. da ich das Kleid aber noch kürzen muss, verlässt es das Haus nochmal kurzfristig. Die Haube zeigeich schon mal...ohne Kopf, ist ja klar! ;-)

In den nächsten Tagen sollen noch ein paar andere Bücher und kleinere Dinge entstehen. Der Marktstand soll ja auch ein kleines bisschen authentisch wirken. Zeitreise wäre nützlich und spannend, geht aber leider nicht! Wir werden das Beste daraus machen...!



Dienstag, 22. Januar 2013

Buchdruckkunst in Hamburg

Am vergangenen Wochenende fand in Hamburg im Museum der Arbeit die 8.Norddeutsche Handpressenmesse statt - und ich war natürlich vor Ort!

Es gab eine Verkaufsmesse mit Buchkünstlern und -künstlerinnen, eine Sonderausstellung über Einbandkunst, Vorführungen (Lithografie, Kalligrafie, Papierschöpfen, Klischeeherstellung, Schriftguss, Buchbinden und Buchdruck u.v.m.)
Für mich ist jedoch dieses Museum eine echte Zeitreise (in eine leider fast vergessene Zeit). Wenn Monotype und Linotype rattern und knattern und mit ihrem markanten Rhythmus eine Heidelberger druckt, dann hat man das Gefühl, dass man in einer ganz wunderbaren anderen Welt ist.

Mein lieber Freund Helmut Bohlmann (Schriftsetzer im Museum der Arbeit) und seine Kollegen standen geduldig allen Fragenden zur Verfügung und haben unermüdlich die alten Schätze vorgeführt!


Im Nebengebäude konnte man dann verschiedenen Buchkünstlern einen Besuch abstatten und ihre Werke bewundern (und natürlich auch bei Gefallen erstehen!). Künstlerisch gestaltete Bücher und Prachteinbände, Kalligrafisches und vieles rund um den Werkstoff Papier war zu sehen. Ich habe mir zwei Fileten erstanden, um meinen kleinen Bestand wieder etwas zu erweitern und habe doch eigentlich die meiste Zeit zwischen Handsetzerei, Linotype, Buchpresse und Monotype verbracht:


Mein Nordmännchen hat sich bei dieser Gelegenheit eine ganz besondere Visitenkarte anfertigen lassen. Das kann übrigens jeder dort zu bestimmten Zeiten in der offenen Druckwerkstatt selbst tun und gegen einen kleinen Materialbeitrag etwas zum Erhalt dieses ganz wunderbaren Museums tun. Denn es ist wie fast überall, wir müssen für den Erhalt solcher Einrichtungen auch etwas tun, sonst gehen solche Dinge und das Wissen, dass sie vermitteln können leider für nachfolgende Generationen verloren!

Aus diesem Grund kann ich nur jedem Hamburg und das Museum der Arbeit wärmstens empfehlen...vor allem, weil es ein lebendiges Museum mit Mitmachgelegenheit ist. Und, wo findet man das noch heutzutage!!!

Für mich (und mein Nordmännchen) waren es wunderbare Stunden dort und sicher nicht das letzte Mal, dass wir uns dort aufgehalten haben...!;-)

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Buchbindermesse 2012 und die Ausbeute

Vergangenen Sonntag fand in Köln die alljährliche Buchbindermesse statt und ich habe es dieses Jahr dann doch kurzfristig/spontan geschafft dort hin zu fahren.
Bei 22°C und einer lauen Sommerbrise (ja, im Oktober!) konnte das Buchbinderherz höher schlagen.

Nette und lange Gespräche und viele Papierseelen! Meine Ausbeute war Leder, Werkzeug und einige Bögen Papier.


Wunderbares Lokta-Papier und ein tolles Leder, da konnte ich echt nicht dran vorbei gehen. Ebenso bei 3 Meter Marmorpapierstand von Dirk Lange. Oder waren es mehr Meter? gefühlt waren es 10 Meter Marmorpapier!!!, Bogen an Bogen! Ich hätte am liebsten alles mitgenommen. Und dann zu hause in meine Höhle geschleppt und niemals verwendet, nein, nein, nur angeschaut! Denn so toll werden meine eigenen Marmorpapiere wohl niemals werden! Leider! ;-(

Abends war dann ein wunderschöner lauschiger Sommerabend auf der Domplatte. Temperaturdifferenz zu Bayern: 12°C. Das war unglaublich. So konnte man schnell nochmal etwas Wärme auftanken, bevor alles kalt und trüb wird!


Sonntag, 15. Juli 2012

Sohn der Stadt

Einer der berühmtesten Söhne der Stadt, in der ich lebe und meinen Lebensmittelpunkt verortet habe, ist wohl Albrecht Dürer - Genie, Vertriebsspezialist, Popstar seiner Zeit, alles das trifft zu und wird ihm doch nicht annähernd gerecht.
Nürnberg und hier das Germanische Nationalmuseum haben eine große Dürer-Ausstellung dieses Jahr auf die Beine gestellt, die über die Grenzen Frankens hinausreicht. Der frühe Dürer - Sonderausstellung 24.05. - 02.09.2012.

Und wir haben den Tag heute endlich reserviert für diese Ausstellung.
Wartezeiten trotz Online-Kartenreservierung, Menschenschlangen, all das hat sich gelohnt. (Mitunter steht man auch mal einige Stunden, habe ich gehört!)
Es war eine ganz wunderbare Aussstellung, die alle Mühen wert ist. Man bekommt einen Eindruck von all dem, was diesen Ausnahmekünstler ausgemacht hat, und warum er noch immer so populär ist.


(c) Die vier unteren Bilder mit freundlicher Genehmigung des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg, Pressestelle.

Sollte noch irgendjemand Zeit finden bis September nach Nürnberg zu kommen, dann kann ich einen Besuch dieser Ausstellung nur wärmstens empfehlen, denn ob jemals so viele Dürer-Werke wieder unter einem Dach vereint sein werden ist fraglich.
So ist einer Pressemitteilung des GNM zu entnehmen, daß das berühmte Bild "Selbstbildnis im Pelzrock" leider nicht transportabel sei und deswegen den Weg von Münschen nach Nürnberg nicht ohne weitere Schäden antreten konnte. Aber es gibt ja nicht nur dieses eine berühmte Werk Dürers!
Reingehen, reingehen, reingehen....!

Dienstag, 10. Juli 2012

Weikersheim Teil 2 Marktnachlese

Wie angekündigt, folgt nun der letzte Teil zum Markt am vergangenen Wochenende. Kulinarisch war es lecker und ich freue mich immer wieder, Mitaussteller zu treffen, die einfach außergewöhnliche Dinge fertigen.

Die Notenbücher am Stand musste ich erfreulicherweise nicht mehr mit heim bringen. Ebenso fanden viele kleine Schachteln und Bücher ein neues Zuhause. Ich hoffe die neuen Benutzer haben viel Freude mit den Teilen. Für nächstes Jahr wurde ich auch bereits bestens mit Anregungen der Kunden versorgt. Und mit einem Jahr Vorlauf, sollten die Sonderwünsche auch abzuarbeiten sein....;-)


Alles, was ich wieder mitgebracht habe, ist seit gestern ins Lädchen eingezogen und wartet dort nun auf freundliche Adoptivbenutzer.....einfach mal reinschauen.

So, nachdem nun alles wieder verstaut ist, kann es diese Woche an die neuen Projekte und Kundenaufträge gehen. Bleibt mir gewogen!

Montag, 19. März 2012

Markttetris

Kisten einpacken...Kisten auspacken...Kisten wieder einpacken....Kisten wieder auspacken! Ungefähr so gestaltet sich vereinfacht ausgedrückt ein Marktwochenende.
Gut, dazwischen gibt es noch: viele Gespräche, neue Eindrücke, tolle Locations, nette Verkäufe, interessante Begegnungen, kleine eigene Beutezüge bei den Kunsthandwerkskollegen usw. Und das ist dann auch das Salz in der Marktsuppe!

Vergangenes Wochenende fand zum 2ten Mal der Markt "Unikat sucht Liebhaber" im Kloster Bronnbach bei Wertheim am Main statt. Und die Örtlichkeit hat mich schlicht umgehauen. Ich hatte meinen Stand im sogenannten Bernhardsaal, benannt nach Bernhard von Clairvaux (Mitinitiator der Kreuzzüge, wie man ja weiß), der auch an der Klostergründung seinen Anteil hatte.
Ein riesiger Saal mit tollen Deckengemälden. Den Rest des Klosters habe ich dann auch mal erkundet - ganz alleine, was ein schönes Kontrastprogramm zum Markttrubel war.
Meine Hauptperspektive auf den Markt seht Ihr auf dem Bild unten rechts. Tja, so ist das eben.

Aber sollte sich jemand der geneigten Leserschaft einmal in die Nähe von Wertheim begeben, dann unbedingt ins Kloster gehen, oder noch besser: nächstes Jahr zum Markt kommen. Er ist den Besuch wert! Qualitativ hochwertigste Handwerkskunst und tolle Aussteller, und natürlich, wie immer bei "Unikat sucht Liebhaber" eine reibungslose und professionelle Organisation! Was will man mehr!?
Es war ein tolles Wochenende!
So, und ich geh jetzt wieder Kisten auspacken.....Kisten, Kisten, Kisten Kisten!


Montag, 24. Oktober 2011

HIRTENMUSEUM die 2te

Am vergangenen Wochenende war nun also der Markt in Hersbruck im Deutschen Hirtenmuseum. Und es war ein toller Markt. Wetter optimal und viele interessierte Menschen.
Alle Aussteller haben das erwartete hohe Niveau gehalten und es gab u.a.fantastischeleckeren Kuchen als "Catering", was will man mehr!?

Also noch die berühmte "Ruhe vor dem Sturm" war, habe ich ganz schnell ein paar Aufnahmen gemacht. So nach und nach entstanden dann nämlich schon diverse Lücken auf dem Tisch, die man immer wieder auffüllen musste. Aber so freut es einen ja doch auch.
In den nächsten Tagen werde ich vieles, was ich dabei hatte, in den Shop einpflegen. Aber da sage ich nochmal Bescheid, wenn alles drin ist.

Bis dahin dürft Ihr Euch an den Bildern vom Markt erfreuen (leider ist das Foto etwas überbelichtet und unscharf - die Kamera wollte wohl nicht so!).


Ach, und wunderbar netten Besuch hatte ich von der Papier-Frau Christine! Schön, daß Du da warst ;-)) Leider konnte mein "Standverkäufer" Dir ja nichts verkaufen, warum wohl?! *g*

Montag, 19. September 2011

HIRTENMUSEUM

Gestern war ich ja mal wieder auf einem Markt. Diesmal im Deutschen Hirtenmuseum, Hersbruck. Ein Museum, in dem es um genau das geht: die Hirtenkultur, Schwerpunkt in der Region Mittelfranken, Hersbruck. Jedes Jahr findet hier das so genannte Handwerkerfest statt, in dem alte Handwerksberufe vorgestellt werden.
Und es gab tolle Sachen zu sehen: einen Lithographen, einen Instrumentenbauer, Imker, Zinngießer, Korbmacher, Goldschmiede usw. Und alle haben etwas vorgeführt.
Ich saß, wie immer hinter meiner Heftlade und habe meine Auftragsbücher gebunden. Leider war das Wetter mies, aber es war trotzdem ein toller Tag. Mit 3 weiteren Einladungen bin ich dann heim gegangen.


Na, da werde ich wohl nächstes Jahr eine gute Marktauslastung bekommen.

Und heute erscheint in der örtlichen Presse ein großer Artikel über das Fest. Und, was glaubt Ihr, was da drin zu finden ist? Jaha, meine kleinen Minibücher!


 Ich hab mich wirklich sehr gefreut, als ich das gesehen habe.
So, heute ist Erholungstag...ich verschwinde in die Werkstatt und verarbeite die Buchblöcke von gestern!

Samstag, 9. Juli 2011

Post aus fernen Landen

Tja, es sah jüngst wirklich so aus, als hätte ich Post aus fernen Gefilden bekommen. Denn der Inhalt, den mein lieber Freund Helmut mir gesendet hat, war wirklich exotisch! Ich habe ja bekannterweise einen Hang zum Asiatischen....und da hat mich der Inhalt des Kuverts gleich umso mehr gefreut!



Es waren 2 kleine Druckverschlussbeutelchen mit chinesischen Schriftzeichen. Bleilettern, die anlässlich der Mainzer Johannisnacht gegossen wurden.



E sind 2 kleine Schätze, die noch im Zusammenhang mit der noch laufenden Sonderausstellung "Zwiebelfische" entstanden sind, über die ich Euch ja bereits mehrfach berichtet hatte. Hier und hier!



Aber sagt ehrlich, findet Ihr nicht auch, daß das 2 wunderschöne kleine Kunstwerke sind? Ich kann mich gar nicht satt sehen.


Und so sitze ich nun heute davor und freue mich über einige Gramm Blei "wie Bolle". Es ist schon merkwürdig, oder? Aber es sind eben sprichwörtlich die kleinen Dinge und Gesten, die mitunder die größte Freude bereiten können! Dankeschön hierfür!!!
In diesem Sinne Euch ein schönes Wochenende.

Dienstag, 10. Mai 2011

Tataaa.....!

Hier kommt der 2.te Teil des Marktberichtes:

Ich habe ja so eine kleine Schwäche auf den Märkten, auf denen ich auch selbst ausstelle: Ich nehme mir immer ein kleines Teil als Souvenir mit. Und merkwürdigerweise finde ich auch jedesmal etwas!
So war es auch diesmal. Noch nicht mal ganz fertig mit aufbauen, musste ich schon mal meine "Erkundungsrunde" drehen. Und bin dann an einem Stand hängen geblieben, der etwas sehr Markantes hatte: BÜCHER aus Stein.

Ein Steinmetzkünstler hatte hier aus den verschiedensten Gesteinen Bücher herausgearbeitet und die sahen so sensationell aus, das hättet Ihr sehen müssen. Georg Grieb (noch Frankreich, zukünftig Weikersheim) hat die einzelnen Gesteine und ihre Herkunft genannt und ich als Francophile musste natürlich einen Stein aus Perpignan erwerben.
Voller Erobererstolz bin ich dann mit meiner Beute zu meinem Stand und hatte das Buch für die Marktdauer auf der Heftlade stehen.

Manche Bücher sahen auch absolut so aus, als wäre altes Leder verwendet worden, war aber alles Stein!


Die Kette mit den sieben Gliedern wurde übrigens aus EINEM Stück gefertigt, sensationell, oder?

Hier nun meine Trophäe:


Und nun auch noch ein paar Bilder von meinem Stand...
Ich hatte ja meine schöne alte Heftlade dabei. Das war anscheinend der absolute Magnet. Ständig standen die Menschen davor und haben mir beim Heften zugesehen. Viel Lob und Anerkennung wurde mir zuteil. Das hebt das Handwerkerselbstvertrauen natürlich ungemein.

Dadurch haben sich zum einen sehr nette Gespräche ergeben, zum anderen konnte ich an den beiden Tagen einige Buchblöcke fertigen und die Zeit war somit doppelt sinnvoll genutzt!

Montag, 9. Mai 2011

Unikat sucht Liebhaber - Dinkelsbühl 2011

Nach einem spannenden, gesprächs- und menschenreichen Wochenende endlich zurück in den eigenen Schaffenswänden. Nach jedem Markt genieße ich die Ruhe der anschließenden Tage. man nimmt so viele Eindrücke und Ideen mit und läßt alles einmal ein bisschen sacken.
Dinkelsbühl im Alten Spitalhof bei Kaiserwetter: was will man mehr. Es war ein toll organisierter Markt. Astrid Hackenbeck hat sich wirklich absolut aufmerksam um alles gekümmert und war ständig präsent.


Und es waren tolle Aussteller vor Ort. Senfmanufaktur, Fotografie, Elfenbeinschnitzereien, Steinmetzarbeiten usw. Eine Ausstellerliste ist auf der Seite von "Unikat sucht Liebhaber" zu finden.

 Hier ist einer der beiden Innenräume im Alten Sitalhof. Dazu gab es eine riesige Aussenfläche.

Interessant ist ja auch immer das, was man eben noch niemals in dieser Art woanders gesehen hat....so gab es vor allem auf diesem Markt wirklich Einzigartiges zu sehen.

Meinen Stand und eine sehr interessante Bekanntschaft stelle ich Euch dann diese Woche im nächsten Post vor.

Montag, 25. April 2011

Erinnerung

Falls auch bei Euch die Panik bezüglich Muttertag und möglichen Geschenken ausbrechen sollte, dann kann ich an dieser Stelle nur noch einmal dezent an meinen Markt in 14 Tagen erinnern.
Ich hatte hier schon mal darüber geschrieben.

Und hier nocheinmal kurz der Flyer:


Ich würde mich sehr freuen, wenn der eine oder andere den Weg findet....wenn alles gut läuft werde ich vor Ort an der Heftlade auch Bücher binden. Das werde ich noch sehen.
Ansonsten werde ich wohl noch viel vorbereiten diese und nächste Woche....es ist ja immer der ganz normale Wahnsinn, der ausbricht, wenn so ein Markt ansteht.

Montag, 18. April 2011

Gutenberg-Museum Buchbinderabteilung

Ich hatte es Euch ja schon versprochen: es gibt natürlich noch vom Museum selbst etwas zu berichten. Es ist ja nicht nur ein Museum der Druckkunst und -geschichte, sondern beherbergt auch eine Abteilung der Deutschen Buchbindermuseums e.V.
Im obersten Stock kann man dann sehen, wie Pergament hergestellt wurde (wußtet Ihr, daß für eine mittelalterliche Bibel ca. 300 Kühe ihre Haut lassen mussten für das nötige Pergament?), wie man früher die Tuschen und Tinten selbst herstellte und natürlich auch, wie die Bücher selbst entstanden. Eine kleine Werkstatt ist ebenso vorhanden, wie alle zugehörigen Maschinen und Geräte.

Erst einmal aber noch ein etwas unscharfes Foto der Gutenbergschen "Wundermaschine":


Aber nun zur Buchbinderabteilung:



Sieht fast so aus, wie meine Heftlade....das neben dem Arbeitstisch ist übrigens ein Leimbecken. Links auf dem Bild ein Leimkochtopf.
Ich hätte mich sofort am liebsten an den Tisch gesetzt und angefangen zu binden.



Es gab natürlich auch sehr viel Anschauungsmaterial zu den diversen Techniken der Buchbindekunst.

Und: Christine, kuck mal, kommt Dir der bekannt vor? Ein Schrank voller Prägefileten, wohlweißlich unter Plexiglas geschützt, denn sonst wären wohl schon längst nicht mehr viele vorhanden. Da bekommt man schon mal "Pipi in den Augen" und schickt einen Seufzer in den Buchbinderhimmel. Das hätte man schließlich auch gerne. ;-))


Insgesamt war das Museum super sehenswert....ich kann es nur empfehlen. Aber zeit nehmen und wenn es geht an Grußen dran hängen, denn z.B. für die Gutenbergsche Druckmaschine gibt es extra Druckvorführungen und die sind sehr informativ...man darf sogar mal selbst ran, wenn man mutig ist und vorher genügend Spinat gegessen hat.

Prädikat wertvoll würde ich sagen!

Samstag, 16. April 2011

Zwiebelfische die 2te

Wen es interessiert, hier ist noch ein kleiner Film über die Thematik der erwänten Ausstellung. Der Film wird dort auch gezeigt und hat inzwischen mehrere Preise erhalten.

Die Ausstellung selbst geht vom 18.03.2011 bis 25.09.2011, Gutenberg-Museum Mainz

Donnerstag, 14. April 2011

Mainz Gutenbergmuseum

Diese Woche waren mein Nordmännchen und ich für 2 Tage in Mainz. Anlass war der Besuch des Gutenberg-Museums (die Bayern möchten hier bitte unterscheiden, es geht um Gutenberg, den "Wegbereiter der Buchdruckkunst" und nicht um ähnlich klingende Namensvetter, die früher einmal politisch tätig waren).




Auslöser dafür war eigentlich meine freundschaftlichst verbundene Schriftsetzer- und Papierseele Helmut Bohlmann vom Museum der Arbeit in Hamburg, der mir vor einiger Zeit von einer vorher in eben demselben Museum gezeigte Ausstellung erzählte. Unter dem Namen "ZWIEBELFISCHE - Jimmy Ernst, Glückstadt - New York" geht es im wesentlichen einerseits um die Lebensgeschichte von Jimmy Ernst, den Sohn von Max Ernst, der in Glückstadt eine Ausbildung zum Schriftsetzer absolvierte und anschließend im politisch aufgeheizten und antisemitischen Deutschen Reich keine Möglichkeit mehr für ein Weiterleben sah und nach Amerika auswanderte, und andererseits um die Fremdsprachendruckerei Augustin aus Glückstadt, die nicht nur Lehrherr war, sondern einen absoluten Sonderstatus innehatte. Eine Druckerei, die in den exotischsten Sprachen drucken konnte und über die Grenzen Glückstadts hinaus einen einzigartigen Ruf innehatte. 
Irgendwann ist sie in einen Dornröschenschlaf gefallen und schlummert mit ihren Schätzen an fremdspachigen Lettern noch heute vor sich hin - fast so, als wären die Drucker und Schriftsetzer nur für einen Moment aus dem Gebäude gegangen, und kämen im nächsten Moment zurück.

Aus eben jener Druckerei stammt der einzigartige chinesische Zirkel. (der Link führt zu einem Artikel im Hamburger Abendblatt, auf dem der Zirkel im Benutzungszustand zu sehen ist.)
Und ein Exemplar steht nun nach Ablauf der Ausstellung in Hamburg bis September diesen Jahres in Mainz im Gutenberg-Museum.

Und so sieht er hier und heute aus:




Soweit ein Eindruck der Sonderausstellung. Was es sonst noch zu sehen gab, werde ich dieser Tage berichten.