Eigentlich ist die Papierwerkstatt mitten im Weihnachtsmodus und eigentlich damit auch voll ausgelastet, aber ein kleiner Ausflug in den Norden kam da in den letzten Tagen gerade recht, um alle Akkus nochmal aufzuladen.
Ein kurzer Boxenstopp im Museum der Arbeit bei meinem lieben Freund Helmut (Schriftsetzer) und einmal den kühlen Ostseewind um die Nase wehen lassen beim nächsten Halt, hat schon ausgereicht, um frische Energie zu tanken.
Solche kleinen Highlights müssen ab und an mal sein....jetzt kann es weiter gehen im vorweihnachtlichen Trubel. 🎄🎅😁
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Montag, 18. November 2019
Montag, 25. Juni 2018
Marktnachlese
Vorletztes Wochenende fand der Kunsthandwerkermarkt "ausgezeichnet-ausgefallen" erneut in Forchheim statt. Rund um die Kaiserpfalz und innerhalb des historischen Gebäudes fanden sich über 80 Kunsthandwerker und unzählige Besucher und Interessierte zusammen.
Für mich ist es eigentlich jedes Jahr der schönste Markt, bei dem ich meine Papierarbeiten ausstellen und verkaufen darf. Auch dieses Jahr waren viel alte und neue Gesichter da und ich hab so viele neue nette Begegnungen zu verzeichnen gewusst. Es war ein wunderbares Wochenende!
Danke an alle, die da waren. Ihr habt es zu einem Erlebnis gemacht - erneut!
Für mich ist es eigentlich jedes Jahr der schönste Markt, bei dem ich meine Papierarbeiten ausstellen und verkaufen darf. Auch dieses Jahr waren viel alte und neue Gesichter da und ich hab so viele neue nette Begegnungen zu verzeichnen gewusst. Es war ein wunderbares Wochenende!
Danke an alle, die da waren. Ihr habt es zu einem Erlebnis gemacht - erneut!
Montag, 12. Oktober 2015
Entscheidung
Jedes Jahr an diesem Wochenende muss ich mich entscheiden: entweder Buchbindermesse in Köln oder Zwiebelmarkt in Weimar. Und gewonnen hat dieses Jahr einmal mehr der Zwie
belmarkt.
Im Schatten der beiden berühmten Herren habe ich mich mit Chili, Zwiebeln und Knoblauch eingedeckt. Unglaublich lecker gegessen und ein bisschen Kultur gemacht.
Natürlich hat frau auch an Papiere und ein kleines Souvenir für die Werkstatt gedacht: die Tasse mit Goethes Farbkreis ziert nun die Werkstatt. Das Grafikerherz ist schwach geworden. ;-)
Im Schatten der beiden berühmten Herren habe ich mich mit Chili, Zwiebeln und Knoblauch eingedeckt. Unglaublich lecker gegessen und ein bisschen Kultur gemacht.
Natürlich hat frau auch an Papiere und ein kleines Souvenir für die Werkstatt gedacht: die Tasse mit Goethes Farbkreis ziert nun die Werkstatt. Das Grafikerherz ist schwach geworden. ;-)
Montag, 17. August 2015
Sonntags im Museum
Ein verregneter Sonntag ist natürlich unglaublich prädestiniert für einen Museumsbesuch. Im Museum Industriekultur in Nürnberg ist gegenwärtig eine Sonderausstellung "Schwarze Kunst - Weiße Kunst".
Untertitel "Druck und Papier in Nürnberg" noch zu sehen bis 11.10.2015
Der Rest des Museums ist natürlich auch mal wieder unglaublich sehenswert gewesen. Ich war viel zu lange schon nicht mehr dort.
Das wird sich wieder ändern.....
Nostalgische Gefühle haben die ganzen Oldtimer der früheren Zweiradbauhochburg Nürnberg ausgelöst. Die "Ahnen" meiner alten Zündapp stehen dort in Hochglanz strahlend herum, neben Triumpf, Ardie, Adler usw.
Der erste "Geländewagen", eine historische Drucker- und Schriftsetzwerkstatt, alte Druckrollen der Nürnberger Nachrichten usw.
Untertitel "Druck und Papier in Nürnberg" noch zu sehen bis 11.10.2015
Der Rest des Museums ist natürlich auch mal wieder unglaublich sehenswert gewesen. Ich war viel zu lange schon nicht mehr dort.
Das wird sich wieder ändern.....
Nostalgische Gefühle haben die ganzen Oldtimer der früheren Zweiradbauhochburg Nürnberg ausgelöst. Die "Ahnen" meiner alten Zündapp stehen dort in Hochglanz strahlend herum, neben Triumpf, Ardie, Adler usw.
Der erste "Geländewagen", eine historische Drucker- und Schriftsetzwerkstatt, alte Druckrollen der Nürnberger Nachrichten usw.
Freitag, 5. Juni 2015
Save the date
Nächstes Wochenende ist es soweit: Forchheim richtet wieder einmal einen wunderbaren Kunsthandwerkermarkt rund um die Kaiserpfalz aus.
Vom 13.06. bis 14.06.2015 lohnt es sich die Altstadt Forchheims zu besuchen.
Meine Wenigkeit wird hoffentlich wieder in den Räumlichkeiten der Kaiserpflaz im EG zu finden sein....aber zu sehen gibt es rundum und im alten Burggraben auf jeden Fall genug!
Mehr Infos finden sich auf http://www.forchheim.de/content/kunsthandwerker-kaiserpfalz
Auch ein kleines Filmchen findet sich dort....
Vom 13.06. bis 14.06.2015 lohnt es sich die Altstadt Forchheims zu besuchen.
Meine Wenigkeit wird hoffentlich wieder in den Räumlichkeiten der Kaiserpflaz im EG zu finden sein....aber zu sehen gibt es rundum und im alten Burggraben auf jeden Fall genug!
Mehr Infos finden sich auf http://www.forchheim.de/content/kunsthandwerker-kaiserpfalz
Auch ein kleines Filmchen findet sich dort....
Montag, 4. Mai 2015
Einstieg
Der so genannte Einstieg für dieses Jahr ist gemacht.
Das Schaffest im Deutschen Hirtenmuseum in Hersbruck ist vorüber und ich bin fleißig am Auspacken und wieder einräumen all der Dinge, die ich wieder mitgebracht habe.
Trotz regnerischem Wetter kamen unendlich viele Besucher und ich habe so nette und schöne Gespräche geführt, neue Menschen kennengelernt und irgendwie fast das Gefühl von Urlaub bekommen. Denn die Arbeit ist ja vorher bereits getan. Und so kann man entspannt den Markt genießen.
Ein bisschen Arbeit habe ich mir natürlich auch mitgebracht im Sinne von Werkzeug. Vom Pinselmacher nebenan habe ich mir 2 neue Leimpinsel mitgebracht. Auf die Benutzung derselben freue ich mich jetzt schon.....ich habe viel über Pinsel gelernt an diesem Wochenende.Wie schön, dass es diese Handwerke immer noch gibt.
Aber nun ein paar Impressionen zum Wochenstart....ich sortiere erstmal die Kisten. ;-)
Das Schaffest im Deutschen Hirtenmuseum in Hersbruck ist vorüber und ich bin fleißig am Auspacken und wieder einräumen all der Dinge, die ich wieder mitgebracht habe.
Trotz regnerischem Wetter kamen unendlich viele Besucher und ich habe so nette und schöne Gespräche geführt, neue Menschen kennengelernt und irgendwie fast das Gefühl von Urlaub bekommen. Denn die Arbeit ist ja vorher bereits getan. Und so kann man entspannt den Markt genießen.
Ein bisschen Arbeit habe ich mir natürlich auch mitgebracht im Sinne von Werkzeug. Vom Pinselmacher nebenan habe ich mir 2 neue Leimpinsel mitgebracht. Auf die Benutzung derselben freue ich mich jetzt schon.....ich habe viel über Pinsel gelernt an diesem Wochenende.Wie schön, dass es diese Handwerke immer noch gibt.
Aber nun ein paar Impressionen zum Wochenstart....ich sortiere erstmal die Kisten. ;-)
Mittwoch, 29. April 2015
Schaffest in Hersbruck 2015
Es geht wieder los.....Marktleben.
Den Anfang macht wieder das mittelalterliche Schaffest in Hersbruck. Wer Lust auf mittelalterliche Musik, Schafe und gut gelaunte Hersbrucker hat, der mag doch einfach kommen. Ich werde eine Auswahl meiner Arbeiten in der neuen Scheune im EG zeigen. Und bringt bitte schönes Wetter mit!
Den Anfang macht wieder das mittelalterliche Schaffest in Hersbruck. Wer Lust auf mittelalterliche Musik, Schafe und gut gelaunte Hersbrucker hat, der mag doch einfach kommen. Ich werde eine Auswahl meiner Arbeiten in der neuen Scheune im EG zeigen. Und bringt bitte schönes Wetter mit!
Donnerstag, 27. Juni 2013
Edition Deutsches Hirtenmuseum I
So, nun wird die Werkstatt etwas zu klein für all die wolligen Besucher!
Eine ganze Schafsherde hat sich hier in den vergangenen Tagen getummelt.
Nun aber werden sie bald im Deutschen Hirtenmuseum, Hersbruck einziehen. Dort wird in Kürze der Museumsshop erweitert und einer Auffrischung unterzogen. Und da sind dann meine kleinen "Schäfchen" auch mit dabei.
Es wird also eine eigene "Edition Deutsches Hirtenmuseum" geben.
Dabei sind Bücher in koptischer Bindung mit edlen Bögen für die Kalligraphie-Kurse dort und nützliche kleine Einkaufslistenblocks für die Wand, der "Määäh-rkZettel!"
Im Laufe der Zeit wird das Sortiment sicher noch umfangreicher, aber nun muss die Herde erstmal dort einziehen......mäh!
Eine ganze Schafsherde hat sich hier in den vergangenen Tagen getummelt.
Nun aber werden sie bald im Deutschen Hirtenmuseum, Hersbruck einziehen. Dort wird in Kürze der Museumsshop erweitert und einer Auffrischung unterzogen. Und da sind dann meine kleinen "Schäfchen" auch mit dabei.
Es wird also eine eigene "Edition Deutsches Hirtenmuseum" geben.
Dabei sind Bücher in koptischer Bindung mit edlen Bögen für die Kalligraphie-Kurse dort und nützliche kleine Einkaufslistenblocks für die Wand, der "Määäh-rkZettel!"
Im Laufe der Zeit wird das Sortiment sicher noch umfangreicher, aber nun muss die Herde erstmal dort einziehen......mäh!
Freitag, 21. Juni 2013
Schafe
Ein wunderbarer Spezialauftrag flatterte dieser Tage in meine Werkstatt. Es geht um wollige Tiere im Allgemeinen: Schafe! Wer hier Auftraggeber ist und was genau sich daraus für schöne Arbeiten ergeben, sage ich Euch natürlich erst, wenn alles fertig ist. Solange gibt es hier nur einen kleinen Blick durch das Werkstatt-Schlüsselloch.
Und nun werde ich in den nächsten Tagen meine "Schäfchen ins Trockene bringen" und mit den flauschigen Herdentieren arbeiten. Es wird sicher aufregend. Es "mäht" schon überall hier...!
Und nebenbei kann ich nachts auch noch Schäfchen zählen....;-)
So, schneller Blick auf die Arbeiten, dann wird das Gatter wieder zu gemacht! :D
Und nun werde ich in den nächsten Tagen meine "Schäfchen ins Trockene bringen" und mit den flauschigen Herdentieren arbeiten. Es wird sicher aufregend. Es "mäht" schon überall hier...!
Und nebenbei kann ich nachts auch noch Schäfchen zählen....;-)
So, schneller Blick auf die Arbeiten, dann wird das Gatter wieder zu gemacht! :D
Dienstag, 22. Januar 2013
Buchdruckkunst in Hamburg
Am vergangenen Wochenende fand in Hamburg im Museum der Arbeit die 8.Norddeutsche Handpressenmesse statt - und ich war natürlich vor Ort!
Es gab eine Verkaufsmesse mit Buchkünstlern und -künstlerinnen, eine Sonderausstellung über Einbandkunst, Vorführungen (Lithografie, Kalligrafie, Papierschöpfen, Klischeeherstellung, Schriftguss, Buchbinden und Buchdruck u.v.m.)
Für mich ist jedoch dieses Museum eine echte Zeitreise (in eine leider fast vergessene Zeit). Wenn Monotype und Linotype rattern und knattern und mit ihrem markanten Rhythmus eine Heidelberger druckt, dann hat man das Gefühl, dass man in einer ganz wunderbaren anderen Welt ist.
Mein lieber Freund Helmut Bohlmann (Schriftsetzer im Museum der Arbeit) und seine Kollegen standen geduldig allen Fragenden zur Verfügung und haben unermüdlich die alten Schätze vorgeführt!
Im Nebengebäude konnte man dann verschiedenen Buchkünstlern einen Besuch abstatten und ihre Werke bewundern (und natürlich auch bei Gefallen erstehen!). Künstlerisch gestaltete Bücher und Prachteinbände, Kalligrafisches und vieles rund um den Werkstoff Papier war zu sehen. Ich habe mir zwei Fileten erstanden, um meinen kleinen Bestand wieder etwas zu erweitern und habe doch eigentlich die meiste Zeit zwischen Handsetzerei, Linotype, Buchpresse und Monotype verbracht:
Mein Nordmännchen hat sich bei dieser Gelegenheit eine ganz besondere Visitenkarte anfertigen lassen. Das kann übrigens jeder dort zu bestimmten Zeiten in der offenen Druckwerkstatt selbst tun und gegen einen kleinen Materialbeitrag etwas zum Erhalt dieses ganz wunderbaren Museums tun. Denn es ist wie fast überall, wir müssen für den Erhalt solcher Einrichtungen auch etwas tun, sonst gehen solche Dinge und das Wissen, dass sie vermitteln können leider für nachfolgende Generationen verloren!
Aus diesem Grund kann ich nur jedem Hamburg und das Museum der Arbeit wärmstens empfehlen...vor allem, weil es ein lebendiges Museum mit Mitmachgelegenheit ist. Und, wo findet man das noch heutzutage!!!
Für mich (und mein Nordmännchen) waren es wunderbare Stunden dort und sicher nicht das letzte Mal, dass wir uns dort aufgehalten haben...!;-)
Es gab eine Verkaufsmesse mit Buchkünstlern und -künstlerinnen, eine Sonderausstellung über Einbandkunst, Vorführungen (Lithografie, Kalligrafie, Papierschöpfen, Klischeeherstellung, Schriftguss, Buchbinden und Buchdruck u.v.m.)
Für mich ist jedoch dieses Museum eine echte Zeitreise (in eine leider fast vergessene Zeit). Wenn Monotype und Linotype rattern und knattern und mit ihrem markanten Rhythmus eine Heidelberger druckt, dann hat man das Gefühl, dass man in einer ganz wunderbaren anderen Welt ist.
Mein lieber Freund Helmut Bohlmann (Schriftsetzer im Museum der Arbeit) und seine Kollegen standen geduldig allen Fragenden zur Verfügung und haben unermüdlich die alten Schätze vorgeführt!
Im Nebengebäude konnte man dann verschiedenen Buchkünstlern einen Besuch abstatten und ihre Werke bewundern (und natürlich auch bei Gefallen erstehen!). Künstlerisch gestaltete Bücher und Prachteinbände, Kalligrafisches und vieles rund um den Werkstoff Papier war zu sehen. Ich habe mir zwei Fileten erstanden, um meinen kleinen Bestand wieder etwas zu erweitern und habe doch eigentlich die meiste Zeit zwischen Handsetzerei, Linotype, Buchpresse und Monotype verbracht:
Mein Nordmännchen hat sich bei dieser Gelegenheit eine ganz besondere Visitenkarte anfertigen lassen. Das kann übrigens jeder dort zu bestimmten Zeiten in der offenen Druckwerkstatt selbst tun und gegen einen kleinen Materialbeitrag etwas zum Erhalt dieses ganz wunderbaren Museums tun. Denn es ist wie fast überall, wir müssen für den Erhalt solcher Einrichtungen auch etwas tun, sonst gehen solche Dinge und das Wissen, dass sie vermitteln können leider für nachfolgende Generationen verloren!
Aus diesem Grund kann ich nur jedem Hamburg und das Museum der Arbeit wärmstens empfehlen...vor allem, weil es ein lebendiges Museum mit Mitmachgelegenheit ist. Und, wo findet man das noch heutzutage!!!
Für mich (und mein Nordmännchen) waren es wunderbare Stunden dort und sicher nicht das letzte Mal, dass wir uns dort aufgehalten haben...!;-)
Montag, 3. September 2012
Kleiner Ausflug
in die Geschichte eines fränkischen Örtchens stand am vergangenen Sonntag an.
Die kleine Gemeinde Kleukheim in der Nähe von Bad Staffelstein/Ebensfeld beging am Sonntag den Höhepunkt ihrer 875.Jahr-Feier. Und da die Franken bekanntlich zu feiern wissen, war der Sonntag ein einziges rauschendes Fest! Jeder Hof hatte sich herausgeputzt und zeigte wie das Leben in Kleukheim früher war: Schmiede, Bäcker, Hufschmied, Korbflechter, Bierbrauer, Maurer, Schuster, Pflasterer, Waschweiber, Schäfer, und Buchdrucker.
Das mit dem Buchdruck beruhte auf einer alten historischen Verbindung zwischen Kleukheim und der Druckpresse, die im Museum der Arbeit in Hamburg steht: das Holz für den historischen Nachbau der Spindelpresse von 1780 war eine Kleukheimer Stiftung. Nun kehrte das Holz für die Spindelpresse für einen Tag wieder nach Farnken zurück. Und so konnte man u.a. meinen lieben Freund Helmut, den Schriftsetzer aus obigem Museum in Aktion sehen, wie er einen kleinen Auszug aus der Dorfordnung von 1577 mit dem Abdruck einer Kleukheimer Dorfansicht versah und verteilte.
Es staunten viele interessierte Beobachter, welche Mühe man früher aufwenden musste, eine einzige Buchseite herzustelen, geschweige denn ein vollständiges Buch!
Und hier nun Helmut in Aktion:
Die kleine Gemeinde Kleukheim in der Nähe von Bad Staffelstein/Ebensfeld beging am Sonntag den Höhepunkt ihrer 875.Jahr-Feier. Und da die Franken bekanntlich zu feiern wissen, war der Sonntag ein einziges rauschendes Fest! Jeder Hof hatte sich herausgeputzt und zeigte wie das Leben in Kleukheim früher war: Schmiede, Bäcker, Hufschmied, Korbflechter, Bierbrauer, Maurer, Schuster, Pflasterer, Waschweiber, Schäfer, und Buchdrucker.
Das mit dem Buchdruck beruhte auf einer alten historischen Verbindung zwischen Kleukheim und der Druckpresse, die im Museum der Arbeit in Hamburg steht: das Holz für den historischen Nachbau der Spindelpresse von 1780 war eine Kleukheimer Stiftung. Nun kehrte das Holz für die Spindelpresse für einen Tag wieder nach Farnken zurück. Und so konnte man u.a. meinen lieben Freund Helmut, den Schriftsetzer aus obigem Museum in Aktion sehen, wie er einen kleinen Auszug aus der Dorfordnung von 1577 mit dem Abdruck einer Kleukheimer Dorfansicht versah und verteilte.
Es staunten viele interessierte Beobachter, welche Mühe man früher aufwenden musste, eine einzige Buchseite herzustelen, geschweige denn ein vollständiges Buch!
Und hier nun Helmut in Aktion:
Sonntag, 15. Juli 2012
Sohn der Stadt
Einer der berühmtesten Söhne der Stadt, in der ich lebe und meinen Lebensmittelpunkt verortet habe, ist wohl Albrecht Dürer - Genie, Vertriebsspezialist, Popstar seiner Zeit, alles das trifft zu und wird ihm doch nicht annähernd gerecht.
Nürnberg und hier das Germanische Nationalmuseum haben eine große Dürer-Ausstellung dieses Jahr auf die Beine gestellt, die über die Grenzen Frankens hinausreicht. Der frühe Dürer - Sonderausstellung 24.05. - 02.09.2012.
Und wir haben den Tag heute endlich reserviert für diese Ausstellung.
Wartezeiten trotz Online-Kartenreservierung, Menschenschlangen, all das hat sich gelohnt. (Mitunter steht man auch mal einige Stunden, habe ich gehört!)
Es war eine ganz wunderbare Aussstellung, die alle Mühen wert ist. Man bekommt einen Eindruck von all dem, was diesen Ausnahmekünstler ausgemacht hat, und warum er noch immer so populär ist.
(c) Die vier unteren Bilder mit freundlicher Genehmigung des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg, Pressestelle.
Sollte noch irgendjemand Zeit finden bis September nach Nürnberg zu kommen, dann kann ich einen Besuch dieser Ausstellung nur wärmstens empfehlen, denn ob jemals so viele Dürer-Werke wieder unter einem Dach vereint sein werden ist fraglich.
So ist einer Pressemitteilung des GNM zu entnehmen, daß das berühmte Bild "Selbstbildnis im Pelzrock" leider nicht transportabel sei und deswegen den Weg von Münschen nach Nürnberg nicht ohne weitere Schäden antreten konnte. Aber es gibt ja nicht nur dieses eine berühmte Werk Dürers!
Reingehen, reingehen, reingehen....!
Nürnberg und hier das Germanische Nationalmuseum haben eine große Dürer-Ausstellung dieses Jahr auf die Beine gestellt, die über die Grenzen Frankens hinausreicht. Der frühe Dürer - Sonderausstellung 24.05. - 02.09.2012.
Und wir haben den Tag heute endlich reserviert für diese Ausstellung.
Wartezeiten trotz Online-Kartenreservierung, Menschenschlangen, all das hat sich gelohnt. (Mitunter steht man auch mal einige Stunden, habe ich gehört!)
Es war eine ganz wunderbare Aussstellung, die alle Mühen wert ist. Man bekommt einen Eindruck von all dem, was diesen Ausnahmekünstler ausgemacht hat, und warum er noch immer so populär ist.
Sollte noch irgendjemand Zeit finden bis September nach Nürnberg zu kommen, dann kann ich einen Besuch dieser Ausstellung nur wärmstens empfehlen, denn ob jemals so viele Dürer-Werke wieder unter einem Dach vereint sein werden ist fraglich.
So ist einer Pressemitteilung des GNM zu entnehmen, daß das berühmte Bild "Selbstbildnis im Pelzrock" leider nicht transportabel sei und deswegen den Weg von Münschen nach Nürnberg nicht ohne weitere Schäden antreten konnte. Aber es gibt ja nicht nur dieses eine berühmte Werk Dürers!
Reingehen, reingehen, reingehen....!
Samstag, 18. Februar 2012
ÜBERRASCHUNG
Diese Woche wurde ich absolut überrascht. Mein lieber Freund Helmut (Schriftsetzer im Museum der Arbeit in Hamburg) schickte mir Post. Aber es war nicht irgendeine Post. Es waren Lettern bzw. Zeilen der Linotype mit meinem Labelnamen. Prägefertig! Ich hab mich gefreut wie ein Keks. Das könnt Ihr Euch ja wohl denken, oder?
Deswegen kann ich nur 2 Dinge sagen (bin anonsten noch immer sprachlos!):
Zum einen: DANKE lieber Helmut. Das war ein echter Volltreffer! Überraschung voll gelungen!
Und zum anderen: Solltet Ihr jemals in Hamburg verweilen, dann kann ich Euch das Museum der Arbeit nur wärmstens ans Herz legen. Es lohnt jeder Besuch! Ich bin von meinem dort im letzten Jahr immernoch ganz beeindruckt.
Abgesehen, daß es dort laufend tolle Veranstaltungen gibt, ist es ein Ort, an dem das alte Handwerk sichtbar und erlebbar ist - und davon gibt es nicht mehr allzu viele!
Aus diesem Grund hingehen, hingehen, hingehen!!!
Ich werde jetzt meine Schätze in den Handschriftkasten einspannen und die Heizplatte anschmeissen und dann meine Labelbezeichnung auf alles prägen, was mir unter die Finger kommt! Ich freu mich wie Bolle! :-))
Deswegen kann ich nur 2 Dinge sagen (bin anonsten noch immer sprachlos!):
Zum einen: DANKE lieber Helmut. Das war ein echter Volltreffer! Überraschung voll gelungen!
Und zum anderen: Solltet Ihr jemals in Hamburg verweilen, dann kann ich Euch das Museum der Arbeit nur wärmstens ans Herz legen. Es lohnt jeder Besuch! Ich bin von meinem dort im letzten Jahr immernoch ganz beeindruckt.
Abgesehen, daß es dort laufend tolle Veranstaltungen gibt, ist es ein Ort, an dem das alte Handwerk sichtbar und erlebbar ist - und davon gibt es nicht mehr allzu viele!
Aus diesem Grund hingehen, hingehen, hingehen!!!
Ich werde jetzt meine Schätze in den Handschriftkasten einspannen und die Heizplatte anschmeissen und dann meine Labelbezeichnung auf alles prägen, was mir unter die Finger kommt! Ich freu mich wie Bolle! :-))
Montag, 26. September 2011
FERNWEH
hab ich heute ganz akut, wenn ich an das zurück liegende Wochenende denke! Spontan konnte ich mich meinem Nordmännchen, das beruflich im Norden war anschließen und wir haben das Wochenende in Hamburg verbracht.
Und dort nicht einfach irgendwo, sondern vor allem im Museum der Arbeit bei unserem Freund Helmut Bohlmann (gelernter Schriftsetzer), dort ehrenamtlich und unter anderem auch schriftsetzerisch tätig. Und wir sind eingetaucht in eine Welt aus Bleisatz, Plakatlettern, Setzkästen voll mit Schätzen, Linotype, Monotype, Heidelberger Tiegel und vielen anderen Druckmaschinen und Druckwelten.
Und das schöne daran ist, daß alle Maschinen noch benutzt werden und voll funktionstüchtig sind. Durch unendlich viele Veranstaltungen vom Kindergeburtstag mit Schild drucken bis ereignisbezogenen Veranstaltungen (Elbtunneleinweihung, Lange Nacht der Museen etc) kann man sich in eine Zeitschleife begeben und erfahren, wie faszinierend Druck und -technik sein können.
Solltet Ihr jemals in der Nähe Hamburgs sein, dann dürft Ihr keinesfalls ohne einen Besuch dort wieder fahren. Es war wunderbar. Mein tiefer Respekt gilt allen, die dieses faszinierenden Handwerks mächtig sind. Und posthum auch den Konstukteuren dieser Maschinen, die ganze Technikwelten ersonnen haben. Das kann man ein bisschen an den Bildern nachvollziehen, oder?
Und hier könnt Ihr meinen Freund Helmut Bohlmann "live" sehen, wie er, mittels einer von Gutenberg entwickelten Vorrichtung, Bleilettern gießt. Daraus sind kleine "H"s und "M"s und "D"s entstanden.
Ihr könnte diese Bleilettern unten links auf dem Foto sehen. Die anderen Druckerzeugnisse sind ebenfalls im Museum der Arbeit entstanden.
Lieber Helmut, es waren unvergessliche Eindrücke, die wir gewinnen durften und ich danke Dir schon mal an dieser Stelle ganz hochoffiziell für die Zeit und die Einblicke, die Du uns geschenkt hast.
Und allen andern, die ich in dieser wunderschönen Stadt noch kenne, sei versichert, daß wir zum einen bald wiederkommen, und ich dann zum anderen auch mehr Zeit mitbringen werde. (Seid gegrüßt, liebe Mellie und liebe Heike!) Das ist versprochen und wurde gestern beschlossen. Wir sind nämlich nach einem kurzen Stippbesuch in der Speicherstadt und der dortigen Kaffeerösterei wirklich mit einem tränenden Auge wieder gen Süden gefahren.
Und deswegen: das war kein Abschied für lange!
Es war wunderschön!!!
Und dort nicht einfach irgendwo, sondern vor allem im Museum der Arbeit bei unserem Freund Helmut Bohlmann (gelernter Schriftsetzer), dort ehrenamtlich und unter anderem auch schriftsetzerisch tätig. Und wir sind eingetaucht in eine Welt aus Bleisatz, Plakatlettern, Setzkästen voll mit Schätzen, Linotype, Monotype, Heidelberger Tiegel und vielen anderen Druckmaschinen und Druckwelten.
Und das schöne daran ist, daß alle Maschinen noch benutzt werden und voll funktionstüchtig sind. Durch unendlich viele Veranstaltungen vom Kindergeburtstag mit Schild drucken bis ereignisbezogenen Veranstaltungen (Elbtunneleinweihung, Lange Nacht der Museen etc) kann man sich in eine Zeitschleife begeben und erfahren, wie faszinierend Druck und -technik sein können.
Solltet Ihr jemals in der Nähe Hamburgs sein, dann dürft Ihr keinesfalls ohne einen Besuch dort wieder fahren. Es war wunderbar. Mein tiefer Respekt gilt allen, die dieses faszinierenden Handwerks mächtig sind. Und posthum auch den Konstukteuren dieser Maschinen, die ganze Technikwelten ersonnen haben. Das kann man ein bisschen an den Bildern nachvollziehen, oder?
Und hier könnt Ihr meinen Freund Helmut Bohlmann "live" sehen, wie er, mittels einer von Gutenberg entwickelten Vorrichtung, Bleilettern gießt. Daraus sind kleine "H"s und "M"s und "D"s entstanden.
Ihr könnte diese Bleilettern unten links auf dem Foto sehen. Die anderen Druckerzeugnisse sind ebenfalls im Museum der Arbeit entstanden.
Lieber Helmut, es waren unvergessliche Eindrücke, die wir gewinnen durften und ich danke Dir schon mal an dieser Stelle ganz hochoffiziell für die Zeit und die Einblicke, die Du uns geschenkt hast.
Und allen andern, die ich in dieser wunderschönen Stadt noch kenne, sei versichert, daß wir zum einen bald wiederkommen, und ich dann zum anderen auch mehr Zeit mitbringen werde. (Seid gegrüßt, liebe Mellie und liebe Heike!) Das ist versprochen und wurde gestern beschlossen. Wir sind nämlich nach einem kurzen Stippbesuch in der Speicherstadt und der dortigen Kaffeerösterei wirklich mit einem tränenden Auge wieder gen Süden gefahren.
Und deswegen: das war kein Abschied für lange!
Es war wunderschön!!!
Montag, 19. September 2011
HIRTENMUSEUM
Gestern war ich ja mal wieder auf einem Markt. Diesmal im Deutschen Hirtenmuseum, Hersbruck. Ein Museum, in dem es um genau das geht: die Hirtenkultur, Schwerpunkt in der Region Mittelfranken, Hersbruck. Jedes Jahr findet hier das so genannte Handwerkerfest statt, in dem alte Handwerksberufe vorgestellt werden.
Und es gab tolle Sachen zu sehen: einen Lithographen, einen Instrumentenbauer, Imker, Zinngießer, Korbmacher, Goldschmiede usw. Und alle haben etwas vorgeführt.
Ich saß, wie immer hinter meiner Heftlade und habe meine Auftragsbücher gebunden. Leider war das Wetter mies, aber es war trotzdem ein toller Tag. Mit 3 weiteren Einladungen bin ich dann heim gegangen.
Na, da werde ich wohl nächstes Jahr eine gute Marktauslastung bekommen.
Und heute erscheint in der örtlichen Presse ein großer Artikel über das Fest. Und, was glaubt Ihr, was da drin zu finden ist? Jaha, meine kleinen Minibücher!
Ich hab mich wirklich sehr gefreut, als ich das gesehen habe.
So, heute ist Erholungstag...ich verschwinde in die Werkstatt und verarbeite die Buchblöcke von gestern!
Und es gab tolle Sachen zu sehen: einen Lithographen, einen Instrumentenbauer, Imker, Zinngießer, Korbmacher, Goldschmiede usw. Und alle haben etwas vorgeführt.
Ich saß, wie immer hinter meiner Heftlade und habe meine Auftragsbücher gebunden. Leider war das Wetter mies, aber es war trotzdem ein toller Tag. Mit 3 weiteren Einladungen bin ich dann heim gegangen.
Na, da werde ich wohl nächstes Jahr eine gute Marktauslastung bekommen.
Und heute erscheint in der örtlichen Presse ein großer Artikel über das Fest. Und, was glaubt Ihr, was da drin zu finden ist? Jaha, meine kleinen Minibücher!
Ich hab mich wirklich sehr gefreut, als ich das gesehen habe.
So, heute ist Erholungstag...ich verschwinde in die Werkstatt und verarbeite die Buchblöcke von gestern!
Samstag, 9. Juli 2011
Post aus fernen Landen
Tja, es sah jüngst wirklich so aus, als hätte ich Post aus fernen Gefilden bekommen. Denn der Inhalt, den mein lieber Freund Helmut mir gesendet hat, war wirklich exotisch! Ich habe ja bekannterweise einen Hang zum Asiatischen....und da hat mich der Inhalt des Kuverts gleich umso mehr gefreut!
Es waren 2 kleine Druckverschlussbeutelchen mit chinesischen Schriftzeichen. Bleilettern, die anlässlich der Mainzer Johannisnacht gegossen wurden.
E sind 2 kleine Schätze, die noch im Zusammenhang mit der noch laufenden Sonderausstellung "Zwiebelfische" entstanden sind, über die ich Euch ja bereits mehrfach berichtet hatte. Hier und hier!
Aber sagt ehrlich, findet Ihr nicht auch, daß das 2 wunderschöne kleine Kunstwerke sind? Ich kann mich gar nicht satt sehen.
Und so sitze ich nun heute davor und freue mich über einige Gramm Blei "wie Bolle". Es ist schon merkwürdig, oder? Aber es sind eben sprichwörtlich die kleinen Dinge und Gesten, die mitunder die größte Freude bereiten können! Dankeschön hierfür!!!
In diesem Sinne Euch ein schönes Wochenende.
Es waren 2 kleine Druckverschlussbeutelchen mit chinesischen Schriftzeichen. Bleilettern, die anlässlich der Mainzer Johannisnacht gegossen wurden.
E sind 2 kleine Schätze, die noch im Zusammenhang mit der noch laufenden Sonderausstellung "Zwiebelfische" entstanden sind, über die ich Euch ja bereits mehrfach berichtet hatte. Hier und hier!
Aber sagt ehrlich, findet Ihr nicht auch, daß das 2 wunderschöne kleine Kunstwerke sind? Ich kann mich gar nicht satt sehen.
Und so sitze ich nun heute davor und freue mich über einige Gramm Blei "wie Bolle". Es ist schon merkwürdig, oder? Aber es sind eben sprichwörtlich die kleinen Dinge und Gesten, die mitunder die größte Freude bereiten können! Dankeschön hierfür!!!
In diesem Sinne Euch ein schönes Wochenende.
Montag, 18. April 2011
Gutenberg-Museum Buchbinderabteilung
Ich hatte es Euch ja schon versprochen: es gibt natürlich noch vom Museum selbst etwas zu berichten. Es ist ja nicht nur ein Museum der Druckkunst und -geschichte, sondern beherbergt auch eine Abteilung der Deutschen Buchbindermuseums e.V.
Im obersten Stock kann man dann sehen, wie Pergament hergestellt wurde (wußtet Ihr, daß für eine mittelalterliche Bibel ca. 300 Kühe ihre Haut lassen mussten für das nötige Pergament?), wie man früher die Tuschen und Tinten selbst herstellte und natürlich auch, wie die Bücher selbst entstanden. Eine kleine Werkstatt ist ebenso vorhanden, wie alle zugehörigen Maschinen und Geräte.
Erst einmal aber noch ein etwas unscharfes Foto der Gutenbergschen "Wundermaschine":
Aber nun zur Buchbinderabteilung:
Sieht fast so aus, wie meine Heftlade....das neben dem Arbeitstisch ist übrigens ein Leimbecken. Links auf dem Bild ein Leimkochtopf.
Ich hätte mich sofort am liebsten an den Tisch gesetzt und angefangen zu binden.
Es gab natürlich auch sehr viel Anschauungsmaterial zu den diversen Techniken der Buchbindekunst.
Und: Christine, kuck mal, kommt Dir der bekannt vor? Ein Schrank voller Prägefileten, wohlweißlich unter Plexiglas geschützt, denn sonst wären wohl schon längst nicht mehr viele vorhanden. Da bekommt man schon mal "Pipi in den Augen" und schickt einen Seufzer in den Buchbinderhimmel. Das hätte man schließlich auch gerne. ;-))
Insgesamt war das Museum super sehenswert....ich kann es nur empfehlen. Aber zeit nehmen und wenn es geht an Grußen dran hängen, denn z.B. für die Gutenbergsche Druckmaschine gibt es extra Druckvorführungen und die sind sehr informativ...man darf sogar mal selbst ran, wenn man mutig ist und vorher genügend Spinat gegessen hat.
Prädikat wertvoll würde ich sagen!
Im obersten Stock kann man dann sehen, wie Pergament hergestellt wurde (wußtet Ihr, daß für eine mittelalterliche Bibel ca. 300 Kühe ihre Haut lassen mussten für das nötige Pergament?), wie man früher die Tuschen und Tinten selbst herstellte und natürlich auch, wie die Bücher selbst entstanden. Eine kleine Werkstatt ist ebenso vorhanden, wie alle zugehörigen Maschinen und Geräte.
Erst einmal aber noch ein etwas unscharfes Foto der Gutenbergschen "Wundermaschine":
Aber nun zur Buchbinderabteilung:
Sieht fast so aus, wie meine Heftlade....das neben dem Arbeitstisch ist übrigens ein Leimbecken. Links auf dem Bild ein Leimkochtopf.
Ich hätte mich sofort am liebsten an den Tisch gesetzt und angefangen zu binden.
Es gab natürlich auch sehr viel Anschauungsmaterial zu den diversen Techniken der Buchbindekunst.
Und: Christine, kuck mal, kommt Dir der bekannt vor? Ein Schrank voller Prägefileten, wohlweißlich unter Plexiglas geschützt, denn sonst wären wohl schon längst nicht mehr viele vorhanden. Da bekommt man schon mal "Pipi in den Augen" und schickt einen Seufzer in den Buchbinderhimmel. Das hätte man schließlich auch gerne. ;-))
Insgesamt war das Museum super sehenswert....ich kann es nur empfehlen. Aber zeit nehmen und wenn es geht an Grußen dran hängen, denn z.B. für die Gutenbergsche Druckmaschine gibt es extra Druckvorführungen und die sind sehr informativ...man darf sogar mal selbst ran, wenn man mutig ist und vorher genügend Spinat gegessen hat.
Prädikat wertvoll würde ich sagen!
Samstag, 16. April 2011
Zwiebelfische die 2te
Wen es interessiert, hier ist noch ein kleiner Film über die Thematik der erwänten Ausstellung. Der Film wird dort auch gezeigt und hat inzwischen mehrere Preise erhalten.
Die Ausstellung selbst geht vom 18.03.2011 bis 25.09.2011, Gutenberg-Museum Mainz
Die Ausstellung selbst geht vom 18.03.2011 bis 25.09.2011, Gutenberg-Museum Mainz
Donnerstag, 14. April 2011
Mainz Gutenbergmuseum
Diese Woche waren mein Nordmännchen und ich für 2 Tage in Mainz. Anlass war der Besuch des Gutenberg-Museums (die Bayern möchten hier bitte unterscheiden, es geht um Gutenberg, den "Wegbereiter der Buchdruckkunst" und nicht um ähnlich klingende Namensvetter, die früher einmal politisch tätig waren).
Auslöser dafür war eigentlich meine freundschaftlichst verbundene Schriftsetzer- und Papierseele Helmut Bohlmann vom Museum der Arbeit in Hamburg, der mir vor einiger Zeit von einer vorher in eben demselben Museum gezeigte Ausstellung erzählte. Unter dem Namen "ZWIEBELFISCHE - Jimmy Ernst, Glückstadt - New York" geht es im wesentlichen einerseits um die Lebensgeschichte von Jimmy Ernst, den Sohn von Max Ernst, der in Glückstadt eine Ausbildung zum Schriftsetzer absolvierte und anschließend im politisch aufgeheizten und antisemitischen Deutschen Reich keine Möglichkeit mehr für ein Weiterleben sah und nach Amerika auswanderte, und andererseits um die Fremdsprachendruckerei Augustin aus Glückstadt, die nicht nur Lehrherr war, sondern einen absoluten Sonderstatus innehatte. Eine Druckerei, die in den exotischsten Sprachen drucken konnte und über die Grenzen Glückstadts hinaus einen einzigartigen Ruf innehatte.
Irgendwann ist sie in einen Dornröschenschlaf gefallen und schlummert mit ihren Schätzen an fremdspachigen Lettern noch heute vor sich hin - fast so, als wären die Drucker und Schriftsetzer nur für einen Moment aus dem Gebäude gegangen, und kämen im nächsten Moment zurück.
Aus eben jener Druckerei stammt der einzigartige chinesische Zirkel. (der Link führt zu einem Artikel im Hamburger Abendblatt, auf dem der Zirkel im Benutzungszustand zu sehen ist.)
Und ein Exemplar steht nun nach Ablauf der Ausstellung in Hamburg bis September diesen Jahres in Mainz im Gutenberg-Museum.
Und so sieht er hier und heute aus:
Soweit ein Eindruck der Sonderausstellung. Was es sonst noch zu sehen gab, werde ich dieser Tage berichten.
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