Dienstag, 17. Mai 2011

Gullivers Reisen-Ringtragebibliothek

Ich komme mir immer ein bisschen vor, wie in oben genannter Erzählung, wenn ich wieder einmal einen Schwung meiner Ringtragebücher herstelle.
Das sind diese Minibücher, die ich als Ringe, Anstecknadeln oder Ohrringe mache und, die auf den diversen Märkten meistens eine magische Anziehungskraft am Stand haben....Geschmeide eben!
Und dieser Tage bestand die Notwendigkeit, mal wieder das Sortiment aufzustocken. Also frisch ans Werk:


Papier gefalzt und geheftet....beschnitten.


Buchdeckel beschnitten und in Form gefalzt....



Einbandmaterial drumherumgezogen...



Mit selbstgemachtem Marmorpapier bezogen....



....um dann endlich Ringe und Ohrringe dem Bestand zuzuführen....jetzt versuche ich erstmal wieder meine steifen Fingerchen in Form zu biegen und aufzufalten, mein Pensum an Feinmotorik ist für heute gedeckt!

Neulich wurde ich auf einem Markt überaus nett gefragt, was denn da drin stehen würde, in den Büchern?! Tja, da kann ich nur sagen: Einfach mal nachschauen!

Samstag, 14. Mai 2011

Selbstbelohnung

Nachdem ich ja inzwischen meinen Buchbinderleim EIMERWEISE kaufe und nicht mehr Becherweise tat sich ein echtes Problem auf: wie portioniert man den Rieseneimer sinnvollerweise? Anfangs hab ich die zahllosen Becher aufgehoben, ausgewaschen und neu bestückt. Aber nachdem mir Schussel regelmässig der Pinsel reingefallen und bis zum Bechergrund versunken ist, war ich es leid.
Und nachdem ich mit beim Händler meines Vertrauens noch ein paar Dinge für die Heftlade kaufen musste, hab ich der letzten Bestellung den Leimtopf zugefügt.



Und dann kam er an, diese Woche und war RIESIG!!!!! Auweia! Aber es fällt kein Pinsel mehr bis unten durch, sondern steht entspannt in seinem Leimfussbad, kann am Abstreifer schön abgewischt werden und seine braven Leimspendedienste tun.



Heute hält allerdings der Leimtopf erst mal für etwas anderes herhalten: Nein, das ist keine Verlosung. Es ist die Großproduktion von Minitragbüchern (Ohrringe und Ringe), da am vergangenen Markt doch ganz schön viele eine neue Trägerin gefunden haben und sofort adoptiert wurden.



Nun werde ich also meine kleinen Teilchen wieder aufstocken müssen.....Gullivers Reisen im Buchbindeland.

Dienstag, 10. Mai 2011

Tataaa.....!

Hier kommt der 2.te Teil des Marktberichtes:

Ich habe ja so eine kleine Schwäche auf den Märkten, auf denen ich auch selbst ausstelle: Ich nehme mir immer ein kleines Teil als Souvenir mit. Und merkwürdigerweise finde ich auch jedesmal etwas!
So war es auch diesmal. Noch nicht mal ganz fertig mit aufbauen, musste ich schon mal meine "Erkundungsrunde" drehen. Und bin dann an einem Stand hängen geblieben, der etwas sehr Markantes hatte: BÜCHER aus Stein.

Ein Steinmetzkünstler hatte hier aus den verschiedensten Gesteinen Bücher herausgearbeitet und die sahen so sensationell aus, das hättet Ihr sehen müssen. Georg Grieb (noch Frankreich, zukünftig Weikersheim) hat die einzelnen Gesteine und ihre Herkunft genannt und ich als Francophile musste natürlich einen Stein aus Perpignan erwerben.
Voller Erobererstolz bin ich dann mit meiner Beute zu meinem Stand und hatte das Buch für die Marktdauer auf der Heftlade stehen.

Manche Bücher sahen auch absolut so aus, als wäre altes Leder verwendet worden, war aber alles Stein!


Die Kette mit den sieben Gliedern wurde übrigens aus EINEM Stück gefertigt, sensationell, oder?

Hier nun meine Trophäe:


Und nun auch noch ein paar Bilder von meinem Stand...
Ich hatte ja meine schöne alte Heftlade dabei. Das war anscheinend der absolute Magnet. Ständig standen die Menschen davor und haben mir beim Heften zugesehen. Viel Lob und Anerkennung wurde mir zuteil. Das hebt das Handwerkerselbstvertrauen natürlich ungemein.

Dadurch haben sich zum einen sehr nette Gespräche ergeben, zum anderen konnte ich an den beiden Tagen einige Buchblöcke fertigen und die Zeit war somit doppelt sinnvoll genutzt!

Montag, 9. Mai 2011

Unikat sucht Liebhaber - Dinkelsbühl 2011

Nach einem spannenden, gesprächs- und menschenreichen Wochenende endlich zurück in den eigenen Schaffenswänden. Nach jedem Markt genieße ich die Ruhe der anschließenden Tage. man nimmt so viele Eindrücke und Ideen mit und läßt alles einmal ein bisschen sacken.
Dinkelsbühl im Alten Spitalhof bei Kaiserwetter: was will man mehr. Es war ein toll organisierter Markt. Astrid Hackenbeck hat sich wirklich absolut aufmerksam um alles gekümmert und war ständig präsent.


Und es waren tolle Aussteller vor Ort. Senfmanufaktur, Fotografie, Elfenbeinschnitzereien, Steinmetzarbeiten usw. Eine Ausstellerliste ist auf der Seite von "Unikat sucht Liebhaber" zu finden.

 Hier ist einer der beiden Innenräume im Alten Sitalhof. Dazu gab es eine riesige Aussenfläche.

Interessant ist ja auch immer das, was man eben noch niemals in dieser Art woanders gesehen hat....so gab es vor allem auf diesem Markt wirklich Einzigartiges zu sehen.

Meinen Stand und eine sehr interessante Bekanntschaft stelle ich Euch dann diese Woche im nächsten Post vor.

Donnerstag, 5. Mai 2011

Hossa 88

Ihr wisst nicht, was "Hossa 88" bedeutet? Also ich gebe ehrlich zu, ich auch nicht, aber immerhin könnte ich dieses Wort nun mit meinen Lettern auf ein Buch prägen. Im großen Internetauktionshaus gab es ein Puzzlekonvolut an Lettern für billiges Geld und da ich von fachkundiger Seite zwar vor Bleilettern gewarnt wurde (Hitzebeständigkeit), von ebenso fachkundiger Seite mir aber durchaus dazu geraten wurde, werde ich nun den Selbstversuch wagen.
Heute kamen dann meine "Schätze" an: die Lettern, dann habe ich mir noch eine Rolle Shirting gegönnt und ein weiteres Fachbuch zum Lesen, falls es mir auf dem Markt am Wochenende langweilig werden sollte.

Und nachdem ich die Buchstaben sortiert hatte (es fehlen natürlich einige), kamen so Wörter wie "Hossa 88" oder "Wannsee 23" dabei raus. Das wird auf jeden Fall spannend. Aber mir geht es ja in erster Linie um die Übung und Fertigkeit mit dem Handschriftkasten zu prägen.

So, nun habe ich schwarze Finger vom Sortieren und Buchstabensalat im Kopf. Für Euch gibt es die Bilder:

Montag, 2. Mai 2011

Unverhofft

kommt oft oder zumindest am überraschendsten.
Der geneigte Leser hat inzwischen mehrfach lesen dürfen, daß ich am kommenden Wochenende auf einem interessanten Designer-Markt in Dinkelsbühl zu finden sein werde.
Nun hat mir die Veranstalterin Astrid Hackenbeck heute eine Veröffentlichung zukommen lassen, auf der meine kleinen Tragbuch-Ringe als Illustration ausgewählt wurden.
Das freut einen ja schon wirklich sehr, denn es ist immer wieder toll, seine Werke in anderem Zusammenhang, als der heimischen Werkstatt zu sehen.
Mir hat es jedenfalls ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Ach ja, es ist unten links....;-))

Mittwoch, 27. April 2011

Raubzugsbeute

Die Beute aus einem immer mal stattfindenden Raubzug im großen Internetauktionshaus kam heute per freundlichem Postboten bei mir an. Sich selbst Geschenke machen ist eben auch schön....denn, woher soll der Buchbinderosterhase denn sonst wissen, was ich im Nestchen haben will?!
Jedenfalls habe ich mir einen Handschriftkasten ersteigert. Ich würde nämlich sehr sehr gerne meine Bücher auch beprägen.
Also musste so ein Handschriftkasten her...nur bin ich nun noch etwas ratlos. Ist er vollständig? Fehlt etwas? Wie spannt man die Schrift ein?
Woher bekomme ich die passende Schrift? Wie heiß muss er für die Folie sein? Augenscheinlich wußte der Vorbesitzer und -nutzer dies ja auch nicht so richtig, sonst wär nicht der halbe Griff verkohlt.
Also benötige ich sachdienliche Hinweise....alles wissenswerte ist hiermit zur Fahnung ausgeschrieben. Zeugen bitte melden!!!


Montag, 25. April 2011

Erinnerung

Falls auch bei Euch die Panik bezüglich Muttertag und möglichen Geschenken ausbrechen sollte, dann kann ich an dieser Stelle nur noch einmal dezent an meinen Markt in 14 Tagen erinnern.
Ich hatte hier schon mal darüber geschrieben.

Und hier nocheinmal kurz der Flyer:


Ich würde mich sehr freuen, wenn der eine oder andere den Weg findet....wenn alles gut läuft werde ich vor Ort an der Heftlade auch Bücher binden. Das werde ich noch sehen.
Ansonsten werde ich wohl noch viel vorbereiten diese und nächste Woche....es ist ja immer der ganz normale Wahnsinn, der ausbricht, wenn so ein Markt ansteht.

Dienstag, 19. April 2011

Handschriftliches

im Briefkasten macht mich immer ganz tüddelich. Ich denke dann immer gleich "Huch, was ist das denn?" Komisch oder? Aber so ist das mittlerweile im digitalen und medialen Zeitalter.

Jedenfalls ging es mir heute wieder mal so. Dabei ist es eigentlich IMMER super erfreulich, was ich da dann bekomme. Und so war es auch heute! Ich habe Osterpost von Sabrina von smallcaps bekommen.
Und es ist genau das, was ich so schätzen gelernt habe, seit ich diesen Blog betreibe: manchmal lernt man Menschen kennen und es sind kleine kostbare Begegnungen, die daraus entstehen. Manchmal wachsen sie und schenken einem Freude.Und die hatte ich heute wirklich.
Vielen vielen Dank, liebe Sabrina, you made my day!

Allen Lesern, die jetzt neidisch geworden sind, empfehle ich Sabrinas Blog und Shop....da kann man diese Schätze käuflich erwerben!!!

Achja, die Schätze-und nicht anfassen, das sind jetzt meine! ;-))

Montag, 18. April 2011

Gutenberg-Museum Buchbinderabteilung

Ich hatte es Euch ja schon versprochen: es gibt natürlich noch vom Museum selbst etwas zu berichten. Es ist ja nicht nur ein Museum der Druckkunst und -geschichte, sondern beherbergt auch eine Abteilung der Deutschen Buchbindermuseums e.V.
Im obersten Stock kann man dann sehen, wie Pergament hergestellt wurde (wußtet Ihr, daß für eine mittelalterliche Bibel ca. 300 Kühe ihre Haut lassen mussten für das nötige Pergament?), wie man früher die Tuschen und Tinten selbst herstellte und natürlich auch, wie die Bücher selbst entstanden. Eine kleine Werkstatt ist ebenso vorhanden, wie alle zugehörigen Maschinen und Geräte.

Erst einmal aber noch ein etwas unscharfes Foto der Gutenbergschen "Wundermaschine":


Aber nun zur Buchbinderabteilung:



Sieht fast so aus, wie meine Heftlade....das neben dem Arbeitstisch ist übrigens ein Leimbecken. Links auf dem Bild ein Leimkochtopf.
Ich hätte mich sofort am liebsten an den Tisch gesetzt und angefangen zu binden.



Es gab natürlich auch sehr viel Anschauungsmaterial zu den diversen Techniken der Buchbindekunst.

Und: Christine, kuck mal, kommt Dir der bekannt vor? Ein Schrank voller Prägefileten, wohlweißlich unter Plexiglas geschützt, denn sonst wären wohl schon längst nicht mehr viele vorhanden. Da bekommt man schon mal "Pipi in den Augen" und schickt einen Seufzer in den Buchbinderhimmel. Das hätte man schließlich auch gerne. ;-))


Insgesamt war das Museum super sehenswert....ich kann es nur empfehlen. Aber zeit nehmen und wenn es geht an Grußen dran hängen, denn z.B. für die Gutenbergsche Druckmaschine gibt es extra Druckvorführungen und die sind sehr informativ...man darf sogar mal selbst ran, wenn man mutig ist und vorher genügend Spinat gegessen hat.

Prädikat wertvoll würde ich sagen!

Samstag, 16. April 2011

Zwiebelfische die 2te

Wen es interessiert, hier ist noch ein kleiner Film über die Thematik der erwänten Ausstellung. Der Film wird dort auch gezeigt und hat inzwischen mehrere Preise erhalten.

Die Ausstellung selbst geht vom 18.03.2011 bis 25.09.2011, Gutenberg-Museum Mainz

Donnerstag, 14. April 2011

Mainz Gutenbergmuseum

Diese Woche waren mein Nordmännchen und ich für 2 Tage in Mainz. Anlass war der Besuch des Gutenberg-Museums (die Bayern möchten hier bitte unterscheiden, es geht um Gutenberg, den "Wegbereiter der Buchdruckkunst" und nicht um ähnlich klingende Namensvetter, die früher einmal politisch tätig waren).




Auslöser dafür war eigentlich meine freundschaftlichst verbundene Schriftsetzer- und Papierseele Helmut Bohlmann vom Museum der Arbeit in Hamburg, der mir vor einiger Zeit von einer vorher in eben demselben Museum gezeigte Ausstellung erzählte. Unter dem Namen "ZWIEBELFISCHE - Jimmy Ernst, Glückstadt - New York" geht es im wesentlichen einerseits um die Lebensgeschichte von Jimmy Ernst, den Sohn von Max Ernst, der in Glückstadt eine Ausbildung zum Schriftsetzer absolvierte und anschließend im politisch aufgeheizten und antisemitischen Deutschen Reich keine Möglichkeit mehr für ein Weiterleben sah und nach Amerika auswanderte, und andererseits um die Fremdsprachendruckerei Augustin aus Glückstadt, die nicht nur Lehrherr war, sondern einen absoluten Sonderstatus innehatte. Eine Druckerei, die in den exotischsten Sprachen drucken konnte und über die Grenzen Glückstadts hinaus einen einzigartigen Ruf innehatte. 
Irgendwann ist sie in einen Dornröschenschlaf gefallen und schlummert mit ihren Schätzen an fremdspachigen Lettern noch heute vor sich hin - fast so, als wären die Drucker und Schriftsetzer nur für einen Moment aus dem Gebäude gegangen, und kämen im nächsten Moment zurück.

Aus eben jener Druckerei stammt der einzigartige chinesische Zirkel. (der Link führt zu einem Artikel im Hamburger Abendblatt, auf dem der Zirkel im Benutzungszustand zu sehen ist.)
Und ein Exemplar steht nun nach Ablauf der Ausstellung in Hamburg bis September diesen Jahres in Mainz im Gutenberg-Museum.

Und so sieht er hier und heute aus:




Soweit ein Eindruck der Sonderausstellung. Was es sonst noch zu sehen gab, werde ich dieser Tage berichten.

Mittwoch, 13. April 2011

Gold-ge-glitter

So, rechtzeitig für den anstehenden Markt in Dinkelsbühl, an den ich Euch noch zeitnah erinnern werde, habe ich die goldene Serie noch fertiggestellt.

Die freien Aufträge gefallen mir fast noch besser, als die Schablonenmotive.
Das sind nun dann auch echte Unikate, denn man wird hier niemals 2 identische Bücher herstellen können. Ich werde mir den Glitter dieser Tage noch in Silber holen....aber nun erst einmal die "Golden Girls".

Von meinem Ausflug gestern und heute nach Mainz werde ich Euch als nächstes berichten, da gibt es viel zu erzählen. seid gespannt.

Samstag, 9. April 2011

Royales Gold

Beim Putzen kommen einem anscheinend manchmal auch gute Ideen...man sollte es nicht glauben. In den Untiefen meines Schrankes schlummern seit langer Zeit einige Schablonen und da ich mangels passendem Werkzeug (Fileten etc.) noch nicht so richtig viel prägen kann, wollte ich mit den Schablonen mal eine Art Goldaufbringung versuchen.
Idee gehabt, getan und begeistert gewesen!
Soweit die ersten Ergebnisse da schon repräsentativ sind, scheint es gelungen. Mit einer Goldglitterpaste läßt sich so ein einfaches schwarzes Buch schön "aufmotzen". Diese Technik werde ich wohl noch ein bisschen ausweiten. Schablonentechnik eben mal anders...mir gefällt es bis jetzt recht gut. Aber seht selbst:


Dienstag, 5. April 2011

Burlesque Buch nun auch käuflich!

Auf Grund der großen Nachfrage einiger, habe ich es nun doch in meinen Shop eingestellt. Werde dann wohl bis zum Markt im Mai ein "Schwesterbuch" erstellen müssen. Aber ich freue mich auch, wenn es jemand kauft, dem es genauso gut gefällt, wie mir selbst!

Montag, 4. April 2011

Burlesque Buch fertig!

Ja, so sieht es nun also im fertigen Zustand aus, mein "Burlesque-Buch". Ist halt nur was für Mutige! Aber an der Weiterführung dieser Reihe wird gearbeitet, denn es gibt da noch viele Betätigungsfelder....


Samstag, 2. April 2011

Burlesque - Buch Making of....

Als ich neulich so einige Materialien verstreut auf meinem Tisch liegen hatte, kam mir der Gedanke zu einem außergewöhnlichen Buch. Als erstes fiel mir "Burlesque" dazu ein, aber ich bin da noch recht offen, welche Richtung es nehmen soll. Ihr könnt mir da gerne Eure Meinung dazu sagen....ist das zu gewagt? Zu anrüchig? Ich schaue mal fragend in die Runde....?!

Wer hier öfter reinliest, kennt meine bereits bekannte Schwäche für Materialien oder Buchdecken, die man einfach anfassen möchte. Und hier ist es definitiv auch in diese Richtung gedacht. Ein Buch, daß Aufmerksamkeit erregen soll. Man kann das dann auch noch weiterführen in verschiedene Richtungen (Brautpaare, Uniformen, Stilepochen etc.) Aber nun seht selbst, das "Making of". Das letzte Bild vom Buch in der Presse ist etwas unscharf, da der Blitz gerade etwas gesponnen hat. Außerdem "schläft" das Buch nun erst mal in der Presse.

Wie gesagt, es war erstmal ein Versuch...bin noch am überlegen, ob ich das weiterführen soll....



Mittwoch, 30. März 2011

Buchproduktion

Heute warten einige Teile auf meinem Arbeitstisch auf ihre Vervollkommnung. Die neulich auf meiner Lade gehefteten Buchblöcke schreien förmlich nach einem neuen Kleid!
Aber irgendwie fehlt mir heute der Elan. Überall bricht der Frühling aus und es würde mich viel mehr zu einem Kaffee irgendwo draußen sitzend verlocken, als in der Werkstatt Bücher einzubinden (womit man mich ja sonst eigentlich immer locken kann!!!). Komisch!

Aber es hilft ja nichts, die Büchlein wollen eingebunden werden.....dabei bin ich gestern beim recherchieren auf ein Werkzeug gestoßen, daß ich ja nur zu gerne gehabt hätte, aber mir wohl noch lange nicht leisten können werde: Ein Deckenmachwinkel. Ein wahrscheinlich sensationelles Teil, vermute ich, denn bislang verlasse ich mich eigentlich immer nur auf mein Augenmaß, meine Deckenlineale und eine Bleistiftlinie.
Aber vielleicht könnte man damit ja wahnsinnig gut und effektiv arbeiten?! Aber da muß ich noch viele viele Bücher verkaufen, bevor ich mir solchen Luxus gönnen werde.

Bis dahin sieht es eher noch so aus bei mir:


Sonntag, 27. März 2011

Wochenendarbeit und Marktpanik

Ja, so ist es anscheinend immer wieder bei mir: Kaum ist der nächste Markttermin fix (siehe Post unten), entwickle ich eine albtraumartige Hysterie, nicht genug für den jeweiligen Markt zu haben. Ist er dann, fahre ich mit unendlich viel auch wieder nach Hause. Also eindeutig sternzeichenbedingt! Aber man müßte ja irgendwann einmal schlauer werden und sagen :"Du hast genug - Du musst Dir keine Sorgen machen!"
Aber es hat mich heute wieder veranlasst, meine Heftlade zu bestücken. Das Zwischenarbeitsbild seht Ihr unten.
Und nachdem ich mich mal wieder selbst perforiert und fast festgenäht habe, lege ich gerade eine kurze Zwangspause ein.
Aber es geht gleich weiter....

Freitag, 25. März 2011

Terminplanung: Markt in Dinkelsbühl

So, aufgepasst!
Nun ist er also "unter Dach und Fach", der nächste Markttermin. Astrid Hackenbeck hat für ihre Märkte ein ganz wundervolles Thema "Unikat sucht Liebhaber".
Sie legt größten Wert auf Qualität und Einzigartigkeit. Gerne könnt Ihr mal auf ihrer Seite reinschauen, dort finden sich auch die weiteren Termine.

Und auf dem Markt in Dinkelsbühl trefft Ihr mich dann auch, ausstellenderweise. Deswegen jetzt schon mal vornotieren und dann rechtzeitig dort erscheinen. Ich würde mich freuen, wenn der eine oder andere Zeit und Lust findet dort vorbei zu schauen.

Mittwoch, 23. März 2011

Werkstatt hat wieder Zuwachs bekommen

Es ist ja wirklich nicht mehr so einfach, all die Werkzeuge und Gegenstände für den Buchbinderbedarf zu bekommen, wie das vielleicht noch vor einigen Jahrzehnten der Fall war (eher mittlerweile vor gut einem halben Jahrhundert!). Man muss da schon Spürsinn beweisen.
Und nachdem ich Euch neulich mein neu erworbenes Lederschärfmesser vorstellen durfte, hatte ein mir sehr lieb gewordener Mensch und (da Schriftsetzer ein sehr kompetenter Fachmann und absolut) befreundeter Mitleser Helmut, den Tipp gegeben, beim Lederschärfen auf einem alten Lithostein zu arbeiten.
So, nun scheinen ja alle irgendwie auf ihren Lithosteinen zu sitzen und sie zu bewachen! Zumindest schien es so...aber ich habe nicht aufgegeben und gestern kam das "Schätzchen" nun endlich hier an und wurde sofort für die Werkstatt adoptiert!
Er fühlt sich auch sofort in seiner neuen Umgebung wohl und hat sich schon mit Leder und Schärfmesser angefreundet, wie Ihr sehen könnt!

Irgendwann wird die Werkstatt wohl das zulässige Gesamtgewicht überschreiten, mit Pressen und Papieren, aber ob es an diesen 7kg dann liegen wird - ich hoffe nicht?!

So, ich ziehe mich zum Arbeiten zurück und genieße die Frühlingsstimmung, man kriegt richtig Energie, was zu fertigen!



A propos: Liebe Katrin, schicke mir doch bitte noch Deine Adresse für die Künstlerbriefe! Danke.

Montag, 21. März 2011

Gewinner und 9er

So, Ihr Lieben, nachdem ja die Resonanz so irre groß war (gerade mal 2 Leserinnen haben einen Kommentar hinterlassen), gibt mir das heute zu denken. Ist ein Buch wie diese "Künstlerbriefe" nicht interessant genug?

Nun, sei es drum, es gab 2 Teilnehmerinnen und ich habe zwei Büchlein hier liegen, also, liebe Kathrin und liebe Brooke, damit bekommt jeder von Euch eines.
Mailt mir Eure Adressen an h.may [at] made-by-may.de und ich sende es in den nächsten Tagen ab.

Außerdem war mein Wochenende arbeitsreich. Ich habe in den Shop 3 neue Boxen eingestellt, die etwas aufwändiger zu arbeiten waren. Es sind Flachdeckelschachteln und deshalb sehr auf Passgenauigkeit zu arbeiten.
Vielleicht gefällt es ja. Und bei 3 Schachteln à 3 Bilder lag es nahe, einen "9er" draus zu machen:

Donnerstag, 17. März 2011

Verlosung: Künstlerbriefe-Büchlein

...dieses kleine 63 Seiten starke Büchlein kam vor Kurzem in meinen Besitz. Und das auch noch 2 Mal! Und da ich noch nicht stereo lesen kann, möchte ich ein Exemplar heute verlosen.
Es ist ein kleines, aber feines Büchlein mit einer Auswahl an Briefen von van Gogh bis Werefkin und es sind einige sher schöne Briefe darin enthalten, dazu Fotografien und handschriftliche Auszüge...

Wer also das Buch haben möchte, der soll mir doch bitte einfach in diesem Post einen kleinen Kommentar hinterlassen. Am Sonntag, den 20.März um 24 Uhr endet dann die Teilnahmemöglichkeit und es wird ein Gewinner gezogen. Montag erfahrt Ihr dann, wer das Buch bekommt.
Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen.

Wünsche Euch -trotz des grauen Himmels- einen schönen Tag, und viel Glück bei der Verlosung.

Montag, 14. März 2011

Schaffensdrang und Relation

Um manches Mal einen persönlichen Gegenpol zu all den Ereignissen in der Welt zu haben, ist es oft gut für mich, mich in meine Werkstatt zurückzuziehen und alle Eindrücke bei einer konzentrierten Arbeit zu "verdauen".
So war es auch an diesem Wochenende....entstanden sind aus den Buchblöcken von neulich (Ihr erinnert Euch an die gehefteten Bücher auf meiner Heftlade?!) drei wunderschöne Notiz- oder Tagebücher, liniert, mit Lesezeichenbändchen, passendem Kapital und vor allem passenden Lesezeichen.

Ein Buch entstand aus der Tüte eines guten Sushilokales hier, die mir viel zu schade war, sie zu entsorgen. Bedruckt ist sie mit den von mir so geliebten Sumi-e Tuschezeichnungen.
Die anderen beiden sind mit handgeschöpftem Nepalpapier, bzw. Daphnepapier. Ich habe die Bücher extra so bezogen, daß die Schöpfkante sichtbar geblieben ist. Das macht den besonderen Reiz aus, finde ich.

Gedacht sind sie wohl erst mal für den Markt in Dinkelsbühl im Mai....mal sehen, ob ich sie solange bei mir sichern kann. Aber, da mir die Serie mit den Lesezeichen gut gefällt, werden noch einige nachfolgen: